Samsung Galaxy S26 Ultra Rückseite
© Thomas Prenner
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Samsung Galaxy S26 im Kurztest: 3 Dinge, die mir aufgefallen sind

Das Samsung Galaxy S26 Ultra hat im Vergleich zum Vorgänger jetzt ein Modul, in dem sich die Objektive befinden.

Am Mittwoch hat Samsung seine aktuellen Smartphone-Flaggschiffe vorgestellt. Das Galaxy S26 kommt wie gehabt in 3 Varianten: Neben dem Standard-Modell gibt es die vergrößerte Version S26+ sowie die große Luxus-Variante Galaxy S26 Ultra.

Letztere ist zwar die teuerste, allerdings in den vergangenen Jahren auch die meistverkaufte Version. Sie ist zudem jene, die die meisten Neuerungen im Vergleich zu den Vorjahresmodellen bringt.

Ich konnte die neue Galaxy-S26-Serie im Rahmen von Samsungs Unpacked-Event in San Francisco ausprobieren. Dabei sind mir 3 Dinge ins Auge gestochen.

➤ Mehr lesen: Samsung Galaxy S26 ist da: Alles, was ihr dazu wissen müsst 

1 - Größe und Verarbeitung

Das Ultra ist das größte S26 im Bunde. Mit 6,9 Zoll merkt man das auch, wenn man es in den Händen hält. Für einen sicheren Griff braucht man schon lange Finger, daran ändert auch die dünne Bauweise nichts. Kompakt ist anders.

Das genaue Gegenstück dazu ist das reguläre S26. Mit 6,3 Zoll fühlt es sich im Vergleich zum Ultra fast schon niedlich an. Die vergrößerte Variante S26+ geht wieder in Richtung Ultra, fühlt sich mit seinen 6,7 Zoll aber eine Spur kleiner an.

Samsung setzt beim Material auf Aluminium, im Unterschied zu manchen Konkurrenten, die mit Titan arbeiten. Laut Samsung sei die Wahl auf Aluminium gefallen, weil dieses leichter und elastischer sei. Jetzt könnte man kritisieren, dass Titan dennoch das edlere Material ist. In der Praxis fühlt sich das Aluminium jedenfalls hochwertig an.

Galaxy S26 Hands-On

In Sachen Gehäuseform ähneln sich alle 3 Handys deutlich. Sein Galaxy-Note-Erbe, also eine etwas kantigere Optik, hat das Ultra schon beim S25 weitestgehend abgelegt. Ein Note-Überbleibsel hat das Ultra behalten: den Stylus.

Diesen kann man wie üblich direkt im Gerät verstauen. Dort ist er so gut versteckt, dass man im Alltag wohl durchaus vergessen könnte, dass er überhaupt da ist, sofern man ihn nicht regelmäßig verwendet.

Galaxy S26 Hands-On

Will man die S26- von der S25-Serie unterscheiden, muss man auf die Kameralinsen schauen. Bei der 25er-Serie waren diese ohne umschließendes Modul direkt in die Rückseite eingelassen. Beim S26 sind die 3 Hauptlinsen in einem alle umschließenden Modul eingebettet.

Die Übergänge von der Rückseite zum Modul bzw. vom Modul auf die Kameralinsen sind bei allen S26-Modellen eher kantig. Das kennt man auch von anderen Geräten. Im Alltag bedeutet dies in erster Linie, dass man gut aufpassen muss, wenn man zum Beispiel 2 Smartphones eingesteckt hat, damit man das andere Gerät nicht zerkratzt.

Das Kameramodul sorgt übrigens auch dafür, dass das Handy ziemlich wackelt, wenn es mit der Rückseite auf dem Tisch liegt. Das betrifft alle 3 Galaxy-S26-Varianten.

Galaxy S26 Hands-on

2 - Das Privacy-Display

Am Smartphone verwaltet man in der Regel sein ganzes Leben. Das bedeutet zwangsweise auch, dass man darauf Dinge erledigt, die nur für die eigenen Augen bestimmt sind. Nicht ganz optimal ist es, wenn man genau diese Dinge in der Öffentlichkeit macht und der Sitznachbar in der U-Bahn die eigenen Bankdaten bei der Überweisung oder das Instagram-Passwort mitlesen kann. Genau das soll mit Samsungs Privacy Display verhindert werden – ein Feature, das exklusiv im S26 Ultra integriert ist. 

Es soll Bildschirminhalte vor unerwünschten Blicken von der Seite schützen. Man kann die Inhalte nur dann lesen, wenn man gerade und direkt von vorne auf das Display schaut. Die Funktion lässt sich über die Schnelleinstellungen des Smartphones aktivieren. Technisch wird der Schutz auf Pixelebene realisiert: Wenn der Modus eingeschaltet ist, wird das Licht gezielt nach vorne fokussiert, wodurch sich die Sichtbarkeit des Displays aus seitlichen Betrachtungswinkeln deutlich verringert.

Laut Samsung ist das Display in „Narrow“ und „Wide Pixels“ aufgeteilt. Narrow Pixels strahlen das Licht gerade nach vorne, während Wide Pixels einen größeren Abstrahlwinkel haben. Beim Privacy Display werden die Wide Pixels heruntergedimmt, sodass man nur die nach vorne strahlenden Narrow-Pixels sieht. Laut Samsung handelt es sich dabei dezidiert um ein Hardware-Feature, das mit älteren Geräten nicht funktioniert.

Im ersten Kurztest funktioniert das überraschend gut. Wenn man von einem seitlichen Winkel auf das Display schaut, also in etwa so, wie es eine Person machen würde, die neben einem sitzt, dunkelt es merklich ab. Damit man aber wirklich gar nichts mehr erkennt, muss der Winkel schon ordentlich spitz sein. Das heißt, um auf der sicheren Seite zu sein, sollte man das Handy immer noch ein bisschen vom Sitznachbarn wegdrehen.

Die Funktion hat auch Nachteile. Wenn man das Privacy Display einschaltet, verringert sich die Helligkeit des Displays spürbar. Im Zug oder im Wartezimmer ist das vielleicht nicht so dramatisch, weil man das Handy dort ohnehin meist nicht auf voller Helligkeit nutzt.

Die Funktion hat aber noch eine weitere Auswirkung: Das schöne Schwarz, das man von seinem OLED-Display gewohnt ist, wird mit aktiviertem Privacy Display eher Grau. Besonders bemerkbar ist das, wenn man den Dark Mode aktiviert hat.

Samsung Galaxy S26 Privacy Display aus
Samsung Galaxy S26 Privacy Display an

links: © Thomas Prenner

rechts: © Thomas Prenner

Links: Privacy Display aus, rechts: an.

Links: Privacy Display aus, rechts: an.

Aufgrund dieser Nachteile würde ich Privacy Display nicht eingeschaltet lassen und mir so den Spaß am ansonsten hervorragenden Bildschirm verderben. In den Einstellungen kann man festlegen, bei welchen Apps das Privacy Display aktiv sein soll. 

Hier würde ich Dinge wie meine Banking-App, Messenger und E-Mail-Clients hinzufügen. Auf diese Art und Weise behält man bei „unproblematischen“ Apps das brillante Display. Interessant ist jedenfalls auch die Möglichkeit, nur gewisse Teile des Displays auf "privat" zu schalten. Wie in diesem Beispiel eine Benachrichtigung.

3 - Vielversprechende Kamera

Zwar ist es bei einem Hands-on immer schwierig, die Kamera final zu testen, ein paar Schnappschüsse sind mir aber gelungen. Und hier hat mich das S26 Ultra beeindruckt: Einerseits mit der hohen Geschwindigkeit, mit der das Handy auslöst, andererseits mit seiner Zoom-Funktion. Selbst bei suboptimalem Licht im Innenraum war das Heranzoomen für ein Smartphone ein beeindruckendes Erlebnis. Das S26 Ultra könnte hier ein starker Konkurrent für Googles Pixel 10 Pro werden.

➤ Mehr lesen: Pixel 10 Pro XL im Test: Endlich tut sich wieder was bei Handys

Sowohl bei Fotos als auch bei Videos war die Leistung im Dunkeln überzeugend. Das Bildrauschen war für ein Smartphone sehr gering und die Ergebnisse konnten sich sehen lassen. Ebenfalls positiv im Kurztest ist die Leistung der Selfie-Kamera aufgefallen.

Alle Varianten der Galaxy-S26-Reihe inklusive Preis:

  • Galaxy S26 (12+256GB): 999 Euro
  • Galaxy S26 (12+512GB): 1.199 Euro
  • Galaxy S26+ (12+256GB): 1.249 Euro
  • Galaxy S26+ (12+512GB): 1.449 Euro
  • Galaxy S26 Ultra (12+256GB): 1.449 Euro
  • Galaxy S26 Ultra (12+512GB): 1.649 Euro
  • Galaxy S26 Ultra (16+1TB): 1.949 Euro 

Verkaufsstart in Österreich ist am 11.3.2026.

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Thomas Prenner

ThPrenner

KURIER-futurezone Chefredakteur. Beschäftigt sich viel mit Dingen, die man täglich nutzt und schreibt darüber. Sitzt außerdem gerne am Fahrrad.

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