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Airbus-Solarflugzeug stellt bei Erstflug neuen Weltrekord auf

Das Airbus-Solarflugzeug Zephyr S ist bei seinem Erstflug fast 26 Tage ununterbrochen in der Luft gewesen und hat damit einen neuen Ausdauer-Weltrekord aufgestellt. Das unbemannte Flugzeug sei am 11. Juli in Arizona gestartet und erst nach 25 Tagen, 23 Stunden und 57 Minuten wieder gelandet, teilte der Flugzeugbauer am Mittwoch in München mit. „Im Serienbetrieb wird Zephyr dann rund drei Monate ununterbrochen in der Luft sein können“, kündigte Airbus an.

Genutzt werden soll das unbemannte Flugzeug zunächst als Relaisstation, um Internetverbindung in die entlegensten Gegenden der Welt zu bringen. Erstkunde ist das britische Verteidigungsministerium.

Auch für Katastropheneinsätze

Zephyr könnte auch bei Hitze über einer hunderte Quadratkilometer großen Region kreisen und Waldbrände früh erkennen, Ölverschmutzungen im Meer entdecken oder Grenzschutzmissionen und andere Einsätze unterstützen.

Es sei billiger und flexibler und liefere schärfere Bilder als ein Satellit, fliege länger als eine Drohne oder ein Flugzeug und habe „das Potenzial, das Katastrophenmanagement zu revolutionieren“, so Airbus.

Ein Quasi-Satellit

Die Serienproduktion soll jetzt in bei London starten. Das 75 Kilogramm leichte Flugzeug mit 25 Metern Spannweite wird nur mit Solarstrom betrieben und fliegt in 21 Kilometern Höhe weit über dem normalen Flugverkehr und den Wolken in der Stratosphäre.

So hoch seien bisher nur drei Flugzeuge geflogen: das Überschallflugzeug Concorde und die Militäraufklärer U-2 und SR-71 Blackbird, sagte ein Airbus-Sprecher. Flugdauer-Weltrekordhalter vor dem Jungfernflug von Zephyr S war ein Zephyr-Prototyp, der 2010 14 Tage in der Luft war.

Facebooks Solar-Drohne eingestellt

Ein ganz ähnliches Projekt hat Facebook verfolgt. Mit der Drohne Aquila wollte das Unternehmen von Mark Zuckerberg entlegene Gebiete mit Internet versorgen. Ende Juni wurde das Projekt überraschend eingestellt.

Facebook hatte das Aquila-Programm 2014 gestartet. Ein erster Testflug der solarbetriebenen Drohne im Jahr 2016 endete mit einer Crash-Landung, die von Facebook zunächst heruntergespielt wurde. Ein Jahr später landete das Fluggerät schließlich erfolgreich. Anstatt ein eigenes Fluggerät zu bauen, wolle man künftig mit Partnern zusammenarbeiten, begründete das Online-Netzwerk die Entscheidung.

Auch die Google-Mutter Alphabet hatte ein ähnliches Projekt bereits 2015 eingestellt und setzt nun stattdessen auf Hightech-Ballone.

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