Frau putzt Zähne.
Wieso Orangensaft nach dem Zähneputzen bitter schmeckt
Wer sofort nach dem Zähneputzen einen Schluck Orangensaft nimmt, verzieht oft das Gesicht. Anstatt süß schmeckt das Getränk bitter. Warum das so ist, weiß Psychologin Linda Bartoshuk.
Bereits in den 80er-Jahren führte die Forscherin ein Experiment an der Universität Yale durch, um dem Phänomen auf den Grund zu gehen. Es stellte sich heraus, dass eine bestimmte Substanz in Zahnpasten schuld daran ist: Natriumlaurylsulfat.
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Fettlösendes Reinigungsmittel
Natriumlaurylsulfat ist eine Art Reinigungsmittel, das man in vielen Zahnpasten findet. Es hilft dabei, den Zahnbelag von den Zähnen zu entfernen, was Karies und Mundgeruch vorbeugt. Wie andere Reinigungsmittel auch, funktioniert Natriumlaurylsulfat, indem es das Fett im Zahnbelag zersetzt, wodurch es sich leicht durch Wasser abspülen lässt.
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Es gibt jedoch noch eine weitere Art von Fett im Mund, die das Natriumlaurylsulfat aufbricht - jene in den Zellmembranen der Geschmacksrezeptoren. Wird diese Lipidschicht aufgebrochen, kommt es zu Geschmacksverwirrungen.
Beeinträchtigung ist nur vorübergehend
Wieso wird Orangensaft aber gerade bitter, und nicht etwa salzig? Das liegt daran, dass nur die Geschmacksrezeptoren für süß und bitter vom Natriumlaurylsulfat betroffen sind. Aber keine Sorge: Die Beeinträchtigung ist nur vorübergehend und klingt nach wenigen Minuten ab. Kein Grund also, auf das Zähneputzen zu verzichten.
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