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Dating-App Grindr testet Abo für 499 Dollar im Monat

Die queere Dating-App Grindr testet ein neues Abo namens „Edge“. Neben einer ganzen Reihe neuer Features kommt es mit einem saftigen Preis. Screenshots, die Business Insider vorliegen, zeigen, dass die Abos bis zu 499 US-Dollar (derzeit ca. 423 Euro) im Monat kosten. Das wären im Jahr bis zu 6.000 US-Dollar (ca. 5000 Euro). Offiziell bestätigt ist dieser Preis allerdings noch nicht.

Derzeit testet Grindr das neue Angebot in Australien und Neuseeland. Nicht alle User müssen denselben Preis bezahlen, sondern sie erhalten unterschiedliche Angebote. Viele bezahlen für Edge in der Pilotphase zwischen 80 und 200 US-Dollar (ca. 80 - 170 Euro) pro Woche. Das ist immer noch viel im Vergleich zur Konkurrenz wie Tinder und Bumble, wo Premium-Abos in der Regel unter 100 Dollar im Monat kosten. Wer welchen Preis bezahlt, soll zufällig zugewiesen werden, behauptet Grindr

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KI-Aufgebot für Edge

„Diese early-stage Pilotphase ist Teil unserer breiteren Strategie, die Grindr smarter und schneller machen sowie zu bedeutenderen Verbindungen führen soll“, sagte ein Vertreter von Grindr zu Business Insider.

Die hohen Preise von Edge rechtfertigt Grindr mit einem umfassenden KI-Aufgebot, das künftig eine Schlüsselrolle in seinem Produkt spielen soll. Dazu gehören etwa personalisierte Matches und Empfehlungen zu Chats aus der Vergangenheit: So soll die App etwa sagen, dass man sich bei einem alten Match wieder einmal melden sollte. Sie erstellt außerdem „Insights“-Profile zu Matches, die verraten, wie alt jemand ist, welche Vorlieben man teilt und ob man sich miteinander verstehen würde.

Ein Screenshot zeigt, wie Grindr Edge aussehen soll.

Außerdem sind alle bestehenden Features von Grindr Unlimited enthalten, das Premium-Angebot ohne Werbung von Drittanbietern. Diese Version kostet mit 44,99 US-Dollar allerdings wesentlich weniger. Hierzulande sind derzeit es 27,99 Euro im Monat.

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Auch Grindr kämpft mit Problemen

Grindrs Experimente mit neuen Abos und Preisen kommen zu einer Zeit, in der bei der App nicht alles gut läuft: Zielgruppe ist die queere Community, die derzeit überall auf der Welt wieder verstärkt Repressionen spürt. Dazu kommt, dass bereits in der Vergangenheit Nutzer oft kritisierten, dass die App zu teuer sei und beliebte, einst kostenlose Funktionen zunehmend hinter Paywalls verschwanden. Die App hat außerdem, wie viele andere, mit Fake-Profilen und Scams zu kämpfen.

Das in Australien getestete Feature wird jetzt auch in anderen Ländern, sowie einzelnen Städten in den USA und Kanada ausgerollt. Wann und ob es nach Europa kommt, hat das Unternehmen bislang nicht kommuniziert.

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