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Tinder verlor zuletzt an Beliebtheit (Symbolbild).

© REUTERS / Akhtar Soomro

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Tinder will all deine Handy-Fotos analysieren

Tinder ist nach 13 Jahren auf dem Markt längst zum Synonym für Online-Dating geworden. Dennoch kämpft die App mit einem Schwund an Nutzerinnen und Nutzern.

KI soll das nun richten. Match, der Mutterkonzern von Tinder, Hinge, OkCupid und weiteren Datingplattformen, hat Anfang der Woche ein neues Feature bekanntgegeben: „Chemistry“.

Die KI-basierte, interaktive Matching-Funktion nutze „Deep Learning und vom Benutzer genehmigte Daten“, darunter die Bilder in der Cameraroll. Das soll „jeden Tag wenige, hochkompatible Profile“ an die Oberfläche bringen und zu „relevanteren Matches“ führen, heißt es in der Aussendung.

Zusatzinformationen für bessere Matches

Es ist denkbar, dass Tinder durch die KI-Analyse privater Fotos erkennen will, womit Nutzerinnen und Nutzer ihre Zeit verbringen: viele Fotos aus den Bergen sprechen z.B. für Outdoor-Begeisterung, Bildergalerien voller Essen lassen auf einen „Foodie“ schließen.

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„Chemistry“ stellt Nutzerinnen und Nutzern laut TechCrunch zusätzlich einige Fragen, um ihre Interessen und Persönlichkeit kennenzulernen. Diese Zusatzinformationen sollen in den Matching-Prozess einfließen. Die Funktion ist in Australien und Neuseeland bereits verfügbar, weitere Märkte sind geplant.

Ob ein paar wenige möglicherweise „relevantere Matches“ einen so drastischen Eingriff in die Privatsphäre wie vollen Analyse-Zugriff auf alle privaten Fotos rechtfertigt, müssen Nutzerinnen und Nutzer selbst entscheiden. Das „Chemistry“-Feature ist Opt-In.

Kein Catfishing mehr dank „Face Check“?

Mit der Verifikationsfunktion „Face Check“ will die Dating-App außerdem Catfishing verhindern. Neue Nutzerinnen und Nutzer in Kolumbien, Kanada, Indien, Australien, Südostasien und einigen US-Bundesstaaten müssen bei der Anmeldung ein kurzes Video-Selfie hochladen. 

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Dieses wird dann mit den Fotos im Profil abgeglichen, um sicherzugehen, dass sich die Person nicht als jemand anderes ausgibt. In den kommenden Monaten soll „Face Check“ auch in anderen Märkten kommen.

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