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Airbus A380 muss wegen Rissen in den Flügeln am Boden bleiben

Bei mehreren Flugzeugen vom Typ Airbus A380 wurden Risse in Tragflächenteilen entdeckt. Die entdeckten Risse in den Strukturteilen der Flügel könnten die Stabilität der Tragflächen beeinträchtigen, heißt es in einer dringlichen Anweisung der Europäischen Luftfahrtbehörde EASA. 

Um diesem möglichen Sicherheitsrisiko zu begegnen, erachtet Airbus eine zusätzliche, detaillierte Inspektion für nötig. Daher dürfen die Maschinen vorerst nicht abheben und müssen umgehend untersucht werden. 

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Ein Arbeiter steht auf einer A380-Tragfläche

Emirates und Qantas betroffen

Insgesamt sind 16 Stück des weltgrößten Passagierjets betroffen. 5 davon müssen vor ihrem nächsten Flug zum Check, die übrigen 11 Maschinen müssen innerhalb der nächsten 25 Flugzyklen in den Hangar. 15 der 16 betroffenen Jets werden von Emirates betrieben, die andere Maschine von der australischen Qantas.

Neben den beiden Fluggesellschaften setzen unter anderem auch die Lufthansa, British Airways, Etihad und Qatar Airways auf den Airbus A380. Die Maschinen dieser Airlines sind laut aktuellen Angaben nicht von den Rissen in den Tragflächen betroffen.

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Das Problem mit den riesigen Tragflächen

Der Airbus A380 ist zwar nicht das längste Passagierflugzeug, hat aber die größten Tragflächen. Genau das war auch ein großes Hindernis für den A380. Denn mit einer Flügelspannweite von fast 80 Metern musste für den Superjumbo eine neue Gate-Kategorie geschaffen werden. Zahlreiche Flughäfen mussten für Gates mit dem "Code F" aufwendig und kostspielig umgebaut werden. 

Code E geht bis zu einer Spannweite von 65 Metern und ist deutlich weiter verbreitet. Diese Gates sind unter anderem für die Boeing 747, den Airbus A350 oder frühere Boeing-777-Modelle ausgelegt. Bei der 777-9 wollten die Boeing-Ingenieure den Code-F-Fehler von Airbus nicht wiederholen und griffen dafür in die Trickkiste.

Die Lösung: Durch das Hochklappen der jeweils 3,5 Meter langen Flügelspitzen verkürzt sich die Spannweite am Boden auf genau 64,85 Meter. Damit schlüpft die 777-9 genau unter die 65-Meter-Grenze und kann an jedem Standard-Gate parken, an dem auch eine normale Boeing 777 steht.

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Das Scheitern des Riesenfliegers

Airbus hat den Bau des Riesenfliegers mangels neuer Bestellungen im Jahr 2021 eingestellt. Bei der Effizienz und der hohen Passagierkapazität geriet der A380 immer mehr ins Hintertreffen. Das hat auch maßgeblich zu seinem Scheitern beigetragen. Vierstrahlige Maschinen haben einen deutlich höheren Treibstoffverbrauch. Neuere Flugzeuge bestehen zudem aus leichteren Materialien.

Ein weiterer entscheidender Nachteil beim riesigen A380 ist, dass stets eine hohe Auslastung vorhanden sein muss, damit sich das kapazitätsstarke Flugzeug gewinnbringend betreiben lässt. Für Airlines bedeutet jede A380-Rotation ein relativ großes wirtschaftliches Risiko: Ist das Flugzeug nicht gut ausgelastet, entsteht schnell ein Verlust.

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