Digital Life

Betrüger verkaufen gefälschten RAM aus Plastik

RAM ist in den vergangenen Monaten zu einem stark nachgefragten Produkt geworden. Entsprechend sind auch die Preise für Speichermedien enorm gestiegen. Daher versuchen viele, auf dem Gebrauchtwarenmarkt RAM zum Schnäppchenpreis zu ergattern. Dort sind aber auch immer mehr Betrüger am Werk. Beim Kauf sollte man daher sehr achtsam sein. 

Ein gängiges Problem ist etwa, dass Kunden und Kundinnen, die DDR5-Sticks bestellen, stattdessen veraltete DDR2-Sticks erhalten. Die Betrüger werden jedoch zunehmend dreister und verkaufen inzwischen sogar komplett gefälschte Produkte. Konkret geht es um DDR5-Speichermodule für Notebooks, die auf Second-Hand-Portalen angeboten werden.

➤ Mehr lesen: RAM von der Müllhalde sorgt für Diskussionen

Plastik-Attrappen

Auf X zeigt etwa ein Posting ein solches Produkt, bei dem an der Stelle, an der sich eigentlich ein RAM-Siliziumchip auf dem RAM-Riegel befinden sollte, lediglich eine Attrappe aus Plastik eingesetzt wurde. Der Speicher wurde in Japan gefunden. 

Die Speichermodule sind damit wertlos. Oft ist auf den ersten Blick gar nicht erkennbar, dass das Produkt einen falschen Chip enthält. Wie der X-Post zeigt, muss der RAM häufig sogar erst geöffnet werden, um die Plastikattrappe zu entdecken.

Samsung and SK Hynix

Wie ein weiterer User auf X erklärt, seien unter den RAM-Fakes Produkte von Samsung und SK Hynix. Ein 16 GB DDR5 für Laptops soll etwa bei Yahoo Japan zum Kauf angeboten worden sein. Mit einem Preis von lediglich 85 Dollar (72 Euro) soll der DDR5 gegenüber vergleichbaren am Markt erhältlichen Produkten wesentlich günstiger gewesen sein. Die können derzeit normalerweise mehrere Hundert Euro kosten. 

➤ Mehr lesen: Preisschock bei RAM-Speicher: Läden verzichten sogar auf Preisschilder

Während sich derartige Notebook-Speicher grundsätzlich vergleichsweise noch leicht inspizieren lassen, ist das bei Desktop-Geräten deutlich schwieriger. Dort wird der Speicher häufig von großen Kühlern verdeckt. Generell gilt daher, derzeit eher die Finger von gebrauchtem RAM zu lassen. 

Klicken Sie hier für die Newsletteranmeldung

Hat dir der Artikel gefallen? Jetzt teilen!