Start-up bietet Mini-Datencenter für Zuhause
Die Nachfrage nach Rechenkapazitäten steigt rasant, gleichzeitig kommen klassische Datencenter an ihre Grenzen. Das Start-up SPAN will dieses Problem mit einem ungewöhnlichen Ansatz lösen: Sie wollen kleine Mini-Rechenzentren mit Software und Kühlung in Wohngebäuden betreiben.
Diese KI-Boxen, die an Stromkästen erinnern, nennt die Firma XFRA-Nodes. Sie enthalten einen kompakten gekühlten GPU-Server mit NVIDIA-GPUs und AMD-EPYC-CPUs, die entweder in Neubauten eingebaut oder an bestehenden Häusern montiert werden.
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Verteilung von Rechenaufträgen
Die Mini-Datencenter sind nicht für die Nutzung im Haushalt gedacht, sondern sollen ihre Rechenleistung auf einer zentralen Plattform zur Verfügung stellen. Technisch sind sie über verschlüsselte Glasfaserverbindungen mit einer zentralen Steuerinstanz verbunden.
Kommt etwa ein Auftrag für die Erstellung von großen Mengen an Bildmaterial herein, würde diese zentrale Instanz die Arbeitspakete an das Netz aus Haushalten verteilen. Größere Aufgaben könnten dabei in Teilprobleme zerlegt und auf mehrere Standorte aufgeteilt werden. Im Fokus soll die Ausführung von KI-Modellen und nicht das deutlich rechenintensivere Training stehen.
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Günstigere Strom- und Internettarife
Als Gegenleistung sollen teilnehmende Haushalte Vergünstigungen bei Strom- und Internetkosten, Notfall-Stromspeicher oder finanzielle Entschädigungen erhalten. Erste Testversuche laufen bereits, rund 100 Haushalte sollen mitmachen, berichtet Ars Technica. SPAN plant den Ausbau auf bis zu 80.000 XFRA-Nodes bis 2027.
Die Firma argumentiert, dass ein solches System durch die Nutzung regional unterschiedlicher Strompreise kosteneffizienter sein könnte. Allerdings gibt es auch Herausforderungen: Etwa der hohe Energieverbrauch im Wohnumfeld und Internetprobleme.
Außerdem wäre das Sicherheitsrisiko erheblich: Während sich ein einzelnes Datencenter mit kostbaren KI-Chips gut absichern lässt, ist es erheblich schwieriger, wenn die Boxen auf viele Privathaushalte verteilt sind.