Digital Life

Gmail: Neuer Posteingang listet keine einzelnen Mails mehr

Google hat am Donnerstag angekündigt, den Gmail-Posteingang mit Künstlicher Intelligenz aufzupolieren. Oberhalb der normalen Inbox kommt nun die “AI Inbox”. 

Öffnet man diese, entscheidet die KI, was man an oberster Stelle findet. Anstelle einer Liste an E-Mails sind ganz oben Themen und Aufgaben gelistet, um die man sich kümmern sollte. 

Wenn etwa der Handwerker, bei dem man um einen Termin angefragt hat, auf Rückmeldung wartet, steht in der AI-Inbox “Bestätige den Termin für die Reparatur der Dusche”. Oder auch, “schau dir diese Versicherungsdokumente für die Verlängerung an”. Die Idee ist also, dass anstelle von oft wenig sagenden E-Mail-Betreffs das wirklich Relevante mittels KI formuliert und angezeigt wird. 

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Weniger dringliche Dinge, die im Posteingang aktuell sind, werden als Themen zusammengefasst. Zum Beispiel alle E-Mails zu einer Reise, die man künftig tätigen will. 

Die neuen Funktionen werden ab heute in den USA für Gmail-Nutzer sowie Abonnenten von Google AI Pro und Ultra eingeführt. Andere Länder dürften in den kommenden Monaten folgen.

AI Overview

Neu ist zudem, dass man seinem Posteingang Fragen stellen kann, die dann mittels KI beantwortet werden. Wie in der Suche nennt Google das “AI Overview” bzw. “Übersicht mit KI”. 

So kann man fragen, “in welchem Restaurant hatten wir im Dezember 2024 eine Reservierung?”. Wenn es in den E-Mails Informationen dazu gibt (eine alte Bestätigung), findet Gmail das für einen. Verfügbar ist das allerdings nur für zahlende AI-Pro- und Ultra-Nutzer. Alle Nutzer können sich mit dieser KI-Übersicht E-Mail-Threads zusammenfassen lassen. 

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“Forumuliere für mich”

Zudem kündigte Google an, die KI-Funktion “formuliere für mich” für alle Nutzerinnen und Nutzer auszurollen. Bislang war das nur für zahlende AI-Pro- und Ultra-Nutzer verfügbar. Das Feature ist ein Button im Verfassen-Fenster, wo man die KI bitten kann, ein bestimmtes E-Mail für einen zu formulieren. 

Google will diese Funktion künftig noch ausbauen, indem Informationen von anderen Google-Apps in das Feature einfließen. Denkbar ist hier, dass Google zum Beispiel auf den Kalender zugreift und dann gleich als Antwort generieren kann, wann man für einen bestimmten Termin Zeit hat.

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Thomas Prenner

ThPrenner

KURIER-futurezone Chefredakteur. Beschäftigt sich viel mit Dingen, die man täglich nutzt und schreibt darüber. Sitzt außerdem gerne am Fahrrad.

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