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Riesen-Airbus fliegt gigantische Strecke, hier könnt ihr ihn live verfolgen

Die australische Fluglinie Qantas will künftig Direktflüge zwischen London und Australien ermöglichen, also ohne Zwischenstopp. Die Flugzeit soll dabei rund 22 Stunden betragen, zum Einsatz kommt eine spezielle Variante des Airbus A350-1000 mit dem Zusatz „ULR“, was für „Ultra Long Range“ steht. Diese wurde etxra entwickelt, um diese Flüge anzubieten, die eine Distanz von fast 10.000 Seemeilen (knapp 19.000 Kilometer) umfassen.

Bei einem ersten Testflug ist die Maschine bereits direkt vom Airbus-Werk im französischen Toulouse nach Melbourne geflogen. Am Montag ist der Airbus jetzt zu seinem Rückflug angetreten.

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Dieser soll etwas ganz Besonderes werden. Im Unterschied zum Hinflug, der die direkteste Route über Europa und Asien genommen hat, nimmt der jetzige Flug AIB35LR die Route über die andere Hälfte des Erdballs. So fliegt er über den Pazifik und anschließend über Nordamerika, bevor es dann weiter nach Europa geht. 

24 Stunden Flug

Insgesamt wird die Maschine bis zur Landung knapp 24 Stunden in der Luft gewesen sein. Stand Montagnachmittag war die Ankunft am Dienstag um 8:27 morgens MESZ geplant. 

Interessierte können AIB35LR hier live auf Flightradar verfolgen. Dort ist der Flug derzeit auch der meistgetrackte. Ein Video von der Landung beim Hinflug seht ihr hier:

Im regulären Betrieb dürfte die Airline zwar die kürzere Route nehmen, Quantas will aber einen alternativen Flugweg etablieren, der knapp vorbei am Nordpol führt. Dieser ist zwar länger, man sei aber mit deutlich weniger Luftraumeinschränkungen konfrontiert, wie Alex Passerini, technischer Pilot bei der Airline erst kürzlich in einem Interview erklärte. Dadurch sei man flexibler, was die Optimierung von Faktoren wie Flughöhe angehe, um möglichst spritsparend unterwegs zu sein.

Zusätzliche Tanks

Damit Direktflüge zwischen Australien und Europa möglich werden, braucht es in erster Linie genügend Treibstoff. Deswegen wurde in der ULR-Variante zusätzlicher Platz für Kerosin geschaffen. Konkret wurde ein zusätzlicher hinterer Tank (Rear Centre Tank, RCT) eingebaut. 

Anfang Juni begann eine zweimonatige Testphase zur Zertifizierung dieser Modifikationen. Im Zuge dessen werden auch eine neue, leichtere und effizientere Kombüsen-Luftkühlung für Ultralangstrecken sowie die Belüftung und Temperaturregelung der Kabine überprüft. Nach Abschluss der Testkampagne wird die MSN 707 für den kommerziellen Betrieb von Qantas umgerüstet.

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Während ein 22-stündiger Flug für die Maschine, sofern genug Treibstoff vorhanden ist, relativ problemlos machbar ist, stellt er Besatzung und Passagiere vor größere Belastungen. Aus diesem Grund hat die 350-1000ULR eine reduzierte Kapazität von nur 238 Sitzen. Zum Vergleich: Die reguläre A350-1000 fasst in der Standard-3-Klassen-Konfiguration 366 Passagiere.

Der Grund dafür ist, dass rund 40 Prozent des Platzes für „Premium“-Klassen, also First, Business und Premium Economy genutzt werden. Diese brauchen naturgemäß mehr Platz als gewöhnliche Economy-Sitze. Zudem soll es dezidierte „Wellbeing-Zonen“ geben, in denen sich Passagiere bewegen und strecken können. Derzeit geht man bei Qantas davon aus, dass das erste Exemplar des A350-1000ULR im April 2027 ausgeliefert werden soll. 

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