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Clicks Communicator mit physischer Tastatur ausprobiert

All jene, die noch immer ihren BlackBerrys nachtrauern, können nun neue Hoffnung schöpfen. Der Communicator von Clicks hat eine physische Tastatur, einen nahezu quadratischen Touchscreen und schickt sich damit an, das Erbe der BlackBerrys anzutreten. 

All das ist kein Zufall: Jeff Gadway, der Mitgründer von Clicks, war in früheren Zeiten der Marketing-Chef von BlackBerry. Wir haben ihn am Mobile World Congress in Barcelona getroffen, wo wir den Clicks Communicator ausprobieren konnten. 

Der Prototyp, den Gadway im Gepäck hatte, war nur ein statisches Gerät und verfügte über keine funktionierende Software. Dennoch konnte ich mir vom Betriebssystem des Communicators ein gutes Bild machen.

Niagara Launcher

Denn das BlackBerry-ähnliche Gerät setzt in erster Linie auf den Niagara Launcher, der auf Android 16 aufbaut. Hinter dem Niagara Launcher steckt ein kleines Unternehmen aus Augsburg, das den minimalistischen Launcher entwickelt. Er ist als eigene App im Google PlayStore verfügbar. 

Der Niagara Launcher bietet einen schnellen und unkomplizierten Zugriff auf die wichtigsten Apps, die man selbst definieren kann. Sie öffnen sich quasi Bild-in-Bild und ermöglichen besonders rasches Messaging ohne Ablenkung. Das ist genau der Grund, warum sich Clicks dafür entschieden hat. 

Der Communicator soll nämlich ein produktives Werkzeug sein. Mit "Designed for doing, not doomscrolling" preist der britische Hersteller sein ungewöhnliches Smartphone an - also mit "Gemacht fürs Tun, nicht fürs Doomscrolling". Einen Touchscreen hat das Gerät aber dennoch.

Ungewohnte Tastatur

Der Communicator liegt jedenfalls gut in der Hand. Sowohl die Tastatur als auch das Display lassen sich gut mit den Daumen erreichen. Nur die physische Tastatur ist für mich mittlerweile extrem ungewohnt. Ich habe mich beim Tippen angestellt, wie der erste Mensch. 

Richtig ausprobieren konnte ich das Tippen auf einer physischen QWERTZ-Tastatur übrigens auf einem anderen Zubehör von Clicks. Das Power Keyboard wird per MagSafe an einem iPhone befestigt. Zum Tippen fährt man die Tastatur nach unten hin aus, die Verbindung zum Telefon wird mittels Bluetooth hergestellt. 

Bei dem Power Keyboard handelt es sich im Grunde um dieselbe Tastatur, wie sie auch auf dem Communicator vorkommt. Das Tippen mit haptischem Feedback hat etwas für sich - keine Frage. Aber ich habe es einfach komplett verlernt. Im Gegensatz zum T9-Tippen, würde ich mich bei einer vollwertigen Tastatur aber recht rasch wieder umgewöhnen.

Praktisches Zubehör

Praktisch am Power Keyboard ist, dass es sich das aufgesteckte iPhone auch im Querformat nutzen lässt. Außerdem kann die Tastatur auch mit einem Tablet, einem Fernseher oder TV-Streaming-Stick verbunden und verwendet werden. Außerdem befindet sich im Power Keyboard auch gleichzeitig ein Akkupack, mit dem das Smartphone geladen wird.

Auch wenn der Clicks Communicator nur ein nicht funktionierender Prototyp war, konnte ich mir dennoch ein recht gutes Bild davon machen. Mit dem Niagara Launcher, dem Formfaktor und der Power-Keyboard-Tastatur. 

Sowohl der Clicks Communicator als auch das Power Keyboard haben auf jeden Fall ihren Reiz. Auch wenn ich vielleicht nicht direkt die Zielgruppe dafür darstelle, kann ich mir vorstellen, dass es dennoch genug Userinnen und User geben könnte, die eine physische Tastatur zu schätzen wissen.

Ganz günstig ist der Communicator leider nicht. In der Early-Bird-Phase kostet er 399 Dollar. Nach dem 15. März sind es dann 499 Euro. Das Power Keyboard kommt auf 79 Euro

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Florian Christof

Großteils bin ich mit Produkttests beschäftigt - Smartphones, Elektroautos, Kopfhörer und alles was mit Strom betrieben wird.

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