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Gefährliche Chemikalien in 81 Kopfhörern entdeckt

Kaum ein elektronisches Gerät kommt uns so oft so nahe wie Kopfhörer. Denn diese sind nicht nur auf unseren Ohren, sondern bei In-Ears sogar darin – wenn wir morgens in die Arbeit fahren und abends wieder nach Hause, beim Sporteln oder einfach nur beim Relaxen auf der Couch.

Wie eine Untersuchung jetzt herausgefunden hat, kann das gesundheitliche Folgen haben. Nicht etwa wegen zu hoher Lautstärke, sondern wegen der Chemikalien, die die Kopfhörer enthalten.

Kopfhörer wurden auch in Österreich gekauft

Die Studie ist Teil des Projekts ToxFree Life For All. Untersucht wurden 81 Kopfhörer, die in Tschechien, der Slowakei, Ungarn, Slowenien und Österreich gekauft wurden, sowie bei Online-Marktplätzen wie Temu und Shein. Alle untersuchten Kopfhörer enthielten potenziell schädliche Chemikalien, auch die von bekannten und etablierten Marken, wie Bose, Panasonic, Samsung und Sennheiser, berichtet Guardian.

Besorgniserregend ist, dass diese Chemikalien von den Materialien der Kopfhörer in den Körper wandern können. Je häufiger die Hörer sie getragen werden, desto mehr wird durch die Haut aufgenommen. Beim Sport wird das durch die Hitze und den Schweiß zusätzlich beschleunigt.

Die Studienautoren erklären, dass keine unmittelbare Gefahr droht. Allerdings steigt das Risiko für Gesundheitsschäden durch die Langzeitbelastung, besonders bei jungen Menschen, die noch im Wachstum sind, wie etwa Teenagern, die häufig Kopfhörer tragen.

Diese Chemikalien wurden gefunden

Zu den gefundenen Chemikalien gehören Bisphenol A und B, die von Gesundheitsorganisation weltweit mit einem potenziellen Krebsrisiko in Verbindung gebracht werden. Frühere Untersuchungen haben bereits gezeigt, dass diese Chemikalien durch Schweiß aus synthetischen Materialien gelöst und danach durch die Haut absorbiert werden können. Ebenso gefunden wurden Phthalate, die Unfruchtbarkeit auslösen können und Chlorparaffine, die mit Leber- und Nierenschäden in Verbindung gebracht werden.

Die Studienautoren bezeichnen die Situation als ein „Komplettversagen des Marktes“. Sie fordern, dass diese Chemikalien, die in Körper gelangen und dort durch Veränderung des Hormonsystems Gesundheitsschäden hervorrufen können, verboten werden. Hersteller sollen zudem besser offenlegen, welche Chemikalien sich in ihren Produkten befinden. 

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