Ihr könnt das an der Decke fahrende E-Auto kaufen - wenn ihr Millionär seid
Wenn ihr auf der Suche nach einem Auto mit einem wirklich besonderen Feature seid, könnte der McMurtry Spéirling etwas für euch sein. Das Gefährt hat einen Anpressdruck, der so hoch ist, dass das Auto auf der Decke fahren kann. Wir haben 2025 davon berichtet.
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Jetzt gibt es den Spéirling in der Serienversion namens PURE. Der Supersportwagen hat allerdings auch seinen Preis. Die Auslieferungen beginnen noch in diesem Jahr zu einem Verkaufspreis von stolzen 1,15 Millionen Euro.
Dafür bekommt man 1.000 PS und einen 100-kWh-Akku. Die Beschleunigung von 0 auf 60 Meilen pro Stunde erfolgt in 1,55 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 306 km/h. Angetrieben wird der Hypersportwagen von 2 Elektromotoren an der Hinterachse.
Ein Ladevorgang von 20 auf 95 Prozent dauert je nach Umgebungstemperatur und Ladeleistung zwischen 20 und 60 Minuten. In Kurven und beim Bremsen erreicht das Fahrzeug dank der Aerodynamik Querbeschleunigungen von bis zu 3 G.
© McMurtry
Wozu der Anpressdruck
Realisiert wird der Anpressdruck per Knopfdruck durch einen Ventilator mit 23.000 Umdrehungen pro Minute. Der erzeugte Unterdruck, der das Fahrzeug an den Untergrund presst, liegt bei 2.000 kg. Das Auto selbst wiegt in der Serienversion nun 1.350 Kilogramm, das An-der-Decke-Fahren geht sich also aus (probieren sollte man es aber wahrscheinlich trotzdem nicht).
Der Druck hat auch einen praktischen Sinn. So haben Elektro-Sportwagen das grundsätzliche Problem, dass ab einer gewissen Leistung herkömmliche Reifen an ihre physikalischen Grenzen stoßen. Das heißt, dass sie die Kraft nicht mehr effizient auf den Asphalt übertragen können. Dadurch, dass sie angepresst werden, funktioniert das deutlich besser.
Rekorde
Dass dieses Konzept funktioniert, bewies bereits der Prototyp des Fahrzeugs, der in den vergangenen Jahren mehrere Streckenrekorde brach. Beim Goodwood Festival of Speed 2022 schlug der Wagen den bisherigen Rekordhalter, den VW ID.R, sowie die 20 Jahre alte Bestzeit eines Formel-1-Wagens.
Auch auf dem Top Gear Test Track unterbot der Prototyp die Formel-1-Bestzeit um 3 Sekunden.
Und auf der Rennstrecke in Laguna Seca holte er einen Vorsprung von 6 Sekunden heraus.
Die Fahrzeuge, mit denen die Rekorde aufgestellt wurden, unterscheiden sich aber von der nun präsentierten Serienversion. Diese hatten mit 1.050 Kilogramm ein etwas geringeres Gewicht.
Für die Rennstrecke
Gedacht ist das Auto jedenfalls auch in Serie eher für die Rennstrecke als für den Straßenverkehr. Dennoch bietet es einen gewissen Komfort. Fahrer bis zu einer Körpergröße von 2 Metern finden in einem maßgefertigten Sitz Platz, zudem gibt es eine optionale Klimaanlage. Der Kofferraum bietet allerdings lediglich Platz für einen Helm und ein HANS-Sicherheitssystem (Head and Neck Support).
Der Spéirling PURE ist für Rennserien wie den GT1 Sports Club, die Global Time Attack und die European Time Attack Masters zugelassen und benötigt kein großes Support-Team, sondern kann von einem Fahrer und einer kompetenten Begleitperson betrieben werden. Insgesamt sollen 100 Stück des Sportwagens in den englischen Cotswolds gefertigt werden.