Science

E-Auto in 6 Minuten laden: Neue Technologie aus Südkorea

Das Aufladen von E-Autos gilt derzeit noch als eine der größten Schwachstellen der Elektromobilität. Einerseits mangelt es so manches Mal an verfügbaren Schnellladestationen, andererseits ist die Bezeichnung "schnell" ziemlich relativ. Denn für eine Vollladung sollte man mindestens 30 Minuten, meist sogar deutlich länger einplanen.

Das ist auch ein Grund, warum derzeit so viel in diesem Bereich geforscht wird. Zahlreiche Ansätze versprechen stark reduzierte Ladezeiten, höhere Kapazitäten und robustere Batterien.

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Neues Anodenmaterial

Ein Forschungsansatz, der an der südkoreanischen Pohang Universität entwickelte wurde, will nun mit einem neuen Anodenmaterial einen Meilenstein in der Akku-Forschung erreicht haben. Die Ergebnisse wurden im Fachmagazin Advanced Functional Materials veröffentlicht.

Mehr Kapazität, niedrigere Ladedauer

Dem Team unter der Leitung von Professor Won Bae Kim ist es gelungen, durch den Einsatz von synthetisierten Manganferrit-Nanoblätter die Speicherkapazität um den Faktor 1,5 zu vergrößern. Außerdem soll durch den Einsatz des neuen Materials ein E-Auto-Akku in nur 6 Minuten vollständig aufgeladen werden können.

Manganferrit sei für seine hohe Lithium-Ionen-Speicherkapazität und ferromagnetischen Eigenschaften bekannt, heißt es in einer Aussendung der Universität. Durch Manganferritplatten im Nanometer-Bereich wurde die Oberfläche der Anode vergrößert, wodurch in weiterer Folge die Speicherkapazität noch einmal erhöht werden konnte.

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Langlebigere Batterien möglich

Zudem wird durch die größere Oberfläche die gleichzeitige Bewegung großer Mengen Lithium-Ionen begünstigt, wodurch die Ladegeschwindigkeit beziehungsweise die Ladedauer deutlich verringert wird. Gleichzeitig soll die Verwendung des neuen Materials auch die Lebensdauer von Batterien verlängert werden.

Wie sich eine solche Akku-Technologie in einem industriellen Maßstab herstellen lassen würde, darauf geht die Aussendung der Pohang Universität nicht näher ein.

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