Neue Satelliten der NASA sehen wie fliegende Untertassen aus
Die NASA und die US Space Force haben heute 4 neuartige Satelliten ins All geschossen. Die sogenannten DiskSats sind für Einsätze im sehr niedrigen Erdorbit ausgelegt.
Die scheibenförmigen Satelliten sollen eine Alternative zu den quaderförmigen Minisatelliten darstellen, die bisher verwendet werden. Sie sehen aus wie Teller und haben einen Durchmesser von etwa einem Meter sowie eine Dicke von nur 2,5 Zentimeter. Durch ihre Form soll es möglich sein, mehr Satelliten mit einer Rakete in den Weltraum zu befördern.
Größere Oberfläche für mehr Sonnenenergie
Zusätzlich können sie dank ihrer größeren Oberfläche mehr Sonnenlicht aufnehmen und in Strom umwandeln. Außerdem sollen die DiskSats mehr Platz für Instrumente haben als CubeSats mit ähnlicher Masse.
Raketenhersteller RocketLab soll die Satelliten in einer Höhe von 550 Kilometern ausbringen. Dort sollen Tests zur Manövrierfähigkeit und dem Plasmaantrieb der Satelliten durchgeführt werden.
Sollten die Tests erfolgreich ablaufen, könnten die DiskSats künftig im sehr niedrigen Erdorbit (Very Low Earth Orbit, VLEO) eingesetzt werden. Im VLEO in einer Höhe von etwa 300 Kilometern wirkt ein nicht unerheblicher Luftwiderstand auf die Satelliten, weshalb sie schnell an Höhe verlieren und zur Erde stürzen. Je nach Satellitengröße und -antrieb ist die Missionsdauer auf Tage bzw. Wochen beschränkt.
Geringerer Luftwiderstand
Durch ihre Form haben die DiskSats einen geringen Luftwiderstand und können sich entsprechend länger im VLEO halten. Das ermöglicht etwa eine präzise Erdbeobachtung mit hoher Auflösung oder eine Kommunikation mit geringerer Latenz, also Signalverzögerung.