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Die besten Passwortmanager ohne Abo-Zwang für iOS und Android

Sowohl beruflich als auch privat ist der Passwortmanager zu einem der wichtigsten Tools im Alltag geworden. Hunderte Logins sammeln sich über die Jahre an, die zur eigenen Sicherheit mit einmaligen und komplizierten Passwörtern versehen sein sollten.

Über die Jahre haben sich Anbieter wie 1Password oder LastPass etabliert. Regelmäßige Preiserhöhungen bei den Abonnements regen aber immer wieder die Suche nach Alternativen mit Lebenslang-Lizenz oder ganz ohne Kosten an.

Wir stellen euch diese Passwortmanager vor:

  • KeePass2Android: Android
  • Strongbox:  iOS
  • Bitwarden: iOS und Android
  • Proton Pass: iOS und Android
  • Apple Passwörter: iOS

KeePass2Android

Keine Cloud, kein Abo-Zwang, keine Closed Source. Wer auf der Suche nach einem sicheren und Abo-freien Passwortmanager ist, wird bei KeePass fündig. Die quelloffene Anwendung gilt seit Jahren als der Standard für Passwortmanager. Dank der Quelloffenheit ist die Auswahl an Anwendungen und Apps für KeePass groß.

Während für Windows, Linux und macOS sowohl KeePass als auch KeePassXC beliebt sind, gibt es auch mobile Ableger. Zu den beliebtesten für Android zählt KeePass2Android. Die mit KeePass-2.x kompatible App kann, wie alle Apps im KeePass-Universum, vollkommen selbstständig betrieben werden. Die verschlüsselte Datenbank wird standardmäßig ausschließlich lokal gespeichert, kann aber auf Wunsch synchronisiert werden, um auf all unseren Geräten auf dem aktuellen Stand zu sein. Unterstützt werden unter anderem Dropbox und Google Drive, aber auch SFTP und WebDav, um die volle Kontrolle über unsere Daten zu behalten.

Während die Oberfläche von KeePass2Android über die Jahre nur leichte Anpassungen erfahren hat, ist die App in Sachen Features topaktuell. Verschlüsselung von AES bis TwoFish wird unterstützt, auch die Nutzung von Tokens wie Yubikey ist zum Entschlüsseln möglich.

Die integrierte Autofill-Funktion macht das Einfügen auf Webseiten leichter. TOTP (Time-based One-time Password) in seinen verschiedenen Ausführungen wird ebenfalls unterstützt. Vermisst wird derzeit Passkey-Support, wobei an der Unterstützung bereits gearbeitet wird.

KeePass2Android ist kostenlos für Android erhältlich.

Strongbox

Für iOS gibt es einige wenige KeePass-kompatible Apps. Strongbox zählt zu den beliebtesten. Der Passwortmanager könnte nicht nur aufgrund des Namens als eigenständiger Passwortmanager zählen. Neben KeePass 1 und 2 (Legacy und Standard) unterstützt Strongbox nämlich auch PasswordSafe. Die App besticht nicht nur mit ihrer modernen Optik, auch in Sachen Features lässt sie kaum etwas vermissen.

Biometrische Authentifizierung, Hardware-Schlüssel und 2-Faktor-Authentifizierung werden bei der Entsperrung unterstützt. Auf einer übersichtlichen Startseite haben wir die wichtigsten Zugangsdaten, Kategorien und Tags sofort im Blick. Unter der Haube unterstützt die App TOTP und Passkeys, wobei erstere auch in einem eigenen Reiter geführt werden, um Strongbox wie eine 2FA-App nutzen zu können. Auch die Synchronisation ist mit Strongbox möglich.

Neben den gängigsten Cloud-Diensten sind auch hier lokale Möglichkeiten über WebDAV, SFTP oder über Apples File-App vorhanden. Strongbox bietet außerdem einen eigenen Cloud-Service zur Synchronisation an. Die App ist in einer stark eingeschränkten Version kostenlos nutzbar. Die Lifetime-Lizenz ist um 99,99 Euro verfügbar.

Strongbox ist kostenlos für iOS erhältlich.

Bitwarden

Möchten wir uns weder um Apps, noch um die Synchronisation kümmern müssen, ist Bitwarden eine der besten Adressen. Der quelloffene Passwortmanager bietet standardmäßig eine cloudbasierte Synchronisation, die das Einrichten mit mehreren Geräten friktionsfrei gestaltet.

Um mit Bitwarden loslegen zu können, brauchen wir zuerst ein kostenloses Konto. Dieses dient zur Synchronisation unserer Datenbank, die neben dem Master-Passwort unter anderem per Biometrie, 2FA oder Passkey abgesichert werden kann.

Optisch gehört die Bitwarden-App zu den modernsten ihrer Zunft. Über den Reiter „Mein Tresor“ erhalten wir Zugriff auf all unsere gesammelten Einträge. In der kostenlosen Version versammeln sich hier vor allem Nutzernamen und Passwörter, TOTP wird lediglich in der kostenpflichtigen Abo-Variante unterstützt.

Nichtsdestotrotz ist die Free-Variante ein solider Passwortmanager. Einträge können kategorisiert und mit Icons versehen werden. Passkeys werden auch in der kostenlosen Variante vollständig unterstützt. Bei der Geräteanzahl gibt es keine Limitierungen.

Nicht unterstützt werden in der Free-Variante Dateianhänge sowie Sicherheitsreports. Wer diese Features ohne Abonnement nutzen möchte, kann Bitwarden selbstständig hosten. Inoffizielle Projekte wie Vaultwarden können den Einstieg ins Self-Hosting erleichtern.

Bitwarden ist kostenlos für iOS und Android erhältlich.

Proton Pass

Einer der neuesten Passwortmanager auf dem Markt stammt aus dem Hause Proton. Das Schweizer Unternehmen mit Sitz in Genf bietet seit 2023 Apps zur Verwaltung unserer Passwörter an. Wie bei Bitwarden setzt man auf quelloffene Anwendungen sowie die Cloud.

Um mit Proton Pass zu starten, braucht es einen kostenlosen Proton-Account. Dieser geht einher mit einer kostenlosen Proton-Mail-Adresse, die wir beim Erstellen des Kontos erhalten. Nutzen wir bereits einen anderen Service des Unternehmens, etwa den VPN, kann hierfür dasselbe Konto genutzt werden. 

Danach landen wir direkt in unserem Tresor. Wohl auch aufgrund des jungen Alters überzeugt die App vom Start weg mit einer der derzeit modernsten Oberflächen. Auf der Startseite erhalten wir direkt Zugriff auf all unsere Einträge.

Sortiert werden kann hier beispielsweise nach Name oder Eintragsdatum, außerdem kann nach Tresoren gefiltert werden. Da Proton Pass über die hauseigene Cloud synchronisiert, ist hier keine zusätzliche Einrichtung erforderlich. In Sachen Einträge gibt es in der kostenlosen Variante keine Limitierungen.

Logins, Notizen und Kreditkartendaten können ohne Einschränkungen hinterlegt werden. Proton Pass unterstützt von Haus aus Passkeys, TOTP wird lediglich in der kostenpflichtigen Variante angeboten. Praktisch sind die 10 inkludierten Hide-my-email-Adressen, über die wir Anmeldungen bei Diensten durchführen können, die nicht unsere echte Mail-Adresse erhalten sollen. 

Proton Pass ist kostenlos für iOS und Android erhältlich.

Apple Passwörter

Wer einen besonders simplen Passwortmanager nutzen möchte, kommt möglicherweise mit Apples eigener App über die Runden. Die seit 2024 mit iOS 18 mitgelieferte Anwendung kümmert sich um die Basics der Passwortverwaltung. Unterteilt in eine Handvoll Kategorien, können wir hier Logindaten, TOTPs und Passkeys sammeln.

Die Login-Einträge beinhalten neben Nutzername und Passwort auch ein Feld für Einmalcodes und Notizen. Ebenfalls in der App zu finden sind alle jemals von uns verwendeten WLAN-Passwörter, die vom System gesammelt angezeigt werden. Ein eigener Reiter „Sicherheit“ kümmert sich um etwaige bekannte Datenlecks zu unseren Einträgen.

Ein besonders praktisches Feature ist das unkomplizierte Teilen von Passwörtern mit Familienmitgliedern. Synchronisiert wird auf Wunsch per iCloud, über eigene Extensions für Firefox, Chrome und Edge kann auch auf Windows und Linux auf die Passwörter zugegriffen werden. 

Apple Passwörter ist kostenlos für iOS erhältlich.

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Amir Farouk

Early-Adopter. Liebt Apps und das Internet of Things. Schreibt aber auch gerne über andere Themen.

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