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23.01.2018

DuckDuckGo integriert Tracker-Blocker in App und Browser

Die neue App und Browser-Erweiterung der Suchmaschine DuckDuckGo blockiert Tracker von Google, Facebook und Co. und bewertet Webseiten nach ihrem Privatsphären-Schutz.

Von der Suchmaschine für Privatsphären-bewusste Internet-Nutzer will DuckDuckGo zum bedienerfreundlichen Cyber-Türsteher werden. Die neue App für Android und iOS sowie die DuckDuckGo-Browsererweiterung für Chrome, Firefox und Safari enthält einen Tracker-Blocker. Dieser soll Programme von Google, Facebook und anderen Werbenetzwerken blockieren, die das Surf-Verhalten von Besuchern der jeweiligen Webseite protokollieren.

Noten für Webseiten

Die Tracker von Google befinden sich laut einer Aussendung des Unternehmens bereits auf 76 Prozent aller Webseiten. Auf 24 Prozent aller Webseiten warten Tracker von Facebook. Die DuckDuckGo-App und die Browser-Erweiterung vergeben Noten (von A bis F) für den Privastphären-Schutz der jeweils besuchten Webseite. Bewertet werden dabei das Vorhandensein von Trackern, die Verschlüsselung der Seite sowie die Datenschutz-Praktiken der Seite.

Mehr als Suchmaschine

Um die Datenschutz-Praktiken der Webseiten zu bewerten, arbeitet DuckDuckGo mit dem Verein Terms of Service Didn't Read (TOSDR) zusammen, der die meist komplexen Nutzungsbedingungen von Webseiten durchforstet. Wie bei DuckDuckGo üblich, werden Suchanfragen anonymisiert bearbeitet und nicht protokolliert.

"Was wir versuchen zu tun, ist über das Such-Eingabefeld hinauszugehen", meint DuckDuckGo-CEO und -Gründer Gabe Weinberg gegenüber TechCrunch. "Was wir aus Gesprächen mit Menschen gelernt haben, gerade während der vergangenen zwei Jahre, ist, dass Privatsphären-Risiken vom Mainstream erkannt werden. Die Leute wollen eine einfache Lösung dafür."