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China bestellt erstmals seit einer Dekade 200 Boeing-Flugzeuge

US-Präsident Donald Trump hat während eines Staatsbesuchs in Peking bekannt gegeben, dass China erstmals seit fast 10 Jahren eine Bestellung über 200 Flugzeuge beim US-amerikanischen Hersteller Boeing plane. Laut Trump habe ihm der chinesische Staatschef Xi Jinping diese Zusage in ersten Gesprächen erteilt. Eine offizielle Bestätigung von chinesischer Seite steht allerdings noch aus, genauso wie von Boeing, wie die New York Times berichtet

Für Boeing ist der chinesische Markt von strategischer Bedeutung. Laut Daten des Luftfahrt-Analyseunternehmens Cirium aus dem Jahr 2025 ist derzeit jedes 7. weltweit eingesetzte Flugzeug in China unterwegs. Zudem prognostiziert Boeing, dass sich die chinesische Flugzeugflotte in den nächsten 20 Jahren auf fast 10.000 Maschinen verdoppeln wird.

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Dennoch sind die Beziehungen zwischen Boeing und China seit Jahren belastet: Nach den Abstürzen der 737 MAX in den Jahren 2018 und 2019 brachen die Auslieferungen ein. Ein im Januar 2020 geschlossenes Handelsabkommen, das massive Flugzeugbestellungen vorsah, scheiterte an der Covid-19-Pandemie.

Airbus besser in China aufgestellt

Deutlich besser sieht es bei Airbus aus. Chinesische Kunden haben laut Cirium derzeit knapp 500 Airbus-Maschinen bestellt, während Boeing vor der aktuellen Ankündigung auf weniger als 200 offene Bestellungen kam.

Airbus stellt zudem A320 für China direkt im chinesischen Tianjin zusammen. Dies brachte zwar Marktanteile, weil China so etwas gerne sieht, half dem Land jedoch auch beim Aufbau eigener Expertise.

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Comac C919

So versucht das Land zunehmend unabhängiger von westlichen Flugzeuglieferanten zu werden. Das Staatsunternehmen Comac hat mit dem C919 etwa einen A320-Konkurrenten entwickelt und in die Luft gebracht. 

Obwohl die C919 stolz als Chinas „eigener“ Jet vermarktet wird, ist sie ein internationales Puzzle. Die wichtigsten Komponenten stammen nach wie vor von westlichen Zulieferern, wie etwa Honeywell oder Collins Aerospace. Aktuell fliegt die C919 ausschließlich mit dem LEAP-1C-Triebwerk von CFM International, einem Joint Venture des US-Konzerns General Electric und der französischen Safran-Gruppe.

Auch hatte die Maschine Verzögerungen und Produktionsprobleme. Ein internationaler Export ist derzeit noch kein Thema, denn die C919 darf derzeit fast nur in China fliegen. Das Zulassungsverfahren bei der europäischen Flugsicherheitsagentur EASA läuft nur schleppend. Experten rechnen damit, dass eine europäische Zulassung noch Jahre dauern könnte.

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