FILE PHOTO: JFK Presidential Library celebrates the 50th anniversary of the Moon landing

© REUTERS / Katherine Taylor

B2B
04/15/2020

Jeff Bezos macht in Corona-Krise Milliarden

Die Amazon-Aktie erreicht erneut ein Rekordhoch. Doch auch die Kritik am Mitarbeiterschutz bei dem Online-Händler nimmt zu.

Die Corona-Pandemie legt die US-Wirtschaft lahm, Millionen Amerikaner müssen Abstriche machen, doch der reichste Mensch der Welt wird noch reicher. Das Vermögen von Amazon-Chef Jeff Bezos ist dem Bloomberg Billionaires Index zufolge seit Jahresbeginn um 24 Milliarden auf 138,5 Milliarden Dollar (126,1 Mrd Euro) gestiegen.

Grund ist der anhaltende Höhenflug der Amazon-Aktie. Sie legte am Dienstag um gut fünf Prozent zu und erreichte ein neues Rekordhoch, von dem der Konzerngründer als Großaktionär profitiert. Trotz des allgemeinen Kurssturzes an den Börsen ist das Papier seit Jahresbeginn um fast ein Viertel gestiegen.

Amazons Lieferdienste sind in der Corona-Krise sehr gefragt. Der weltgrößte Online-Händler tut sich zwar mit dem Ansturm schwer, viele Kunden müssen derzeit lange warten oder können keine Bestellungen aufgeben.

Kritik an Mitarbeiterschutz

Amazon wird zudem vorgeworfen, nicht genug für den Mitarbeiterschutz zu tun. Der Konzern ist mit Protesten konfrontiert und steht wegen umstrittener Kündigungen in der Kritik. Vor kurzem wurden in den USA drei Mitarbeiter entlassen. Sie hatten zuvor mangelnde Corona-Schutzmaßnahmen kritisiert. „Kein Unternehmen sollte seine Mitarbeiter dafür bestrafen, dass sie sich umeinander kümmern, vor allem während einer Pandemie!“, so einer der beiden entlassenen User Experience Designer.

Amazon erklärte, dass zudem ein Lagerarbeiter in Minnesota, „wegen unangemessener Sprache, Verhalten und Verletzung von Richtlinien zur sozialen Distanzierung“ entlassen wurde. „Wir respektieren das Recht der Mitarbeiter, zu protestieren“, so Amazon. Dies sei jedoch kein Freifahrtsschein für Handlungen, die die Gesundheit, das Wohlbefinden oder die Sicherheit der Kollegen gefährden. Das Unternehmen ging nicht näher auf die Details der Kündigungen ein.

Der Online-Händler sieht sich in den USA einer verstärkten Prüfung durch Gesetzgeber und Gewerkschaften ausgesetzt, ob er genug tut, um die Mitarbeiter vor dem neuartigen Coronavirus zu schützen.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.