FILE PHOTO: Picture illustration of a 3D printed Apple logo in front of a displayed stock graph

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B2B
10/31/2019

Weniger iPhones verkauft: AirPods retten Apple-Geschäft

Die iPhone-Absätze bröckeln weiter, Apples Plan B scheint allerdings aufzugehen.

Das vierte Geschäftsquartal endete für Apple mit einem Rekordumsatz von 64 Milliarden Dollar. Das ist ein Plus von zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Abwärtstrend bei den iPhone-Verkäufen konnte mit minus zehn Prozent verlangsamt, aber nicht aufgehalten werden. Da die Absätze bei anderen Produkten wie AirPods, Apple Watch und iPads sowie Services wie Apple Music, iCloud, App Store und der neuen Gaming-Flatrate Apple Arcade in die Höhe schossen, muss man sich um den US-Konzern wohl eher keine Sorgen machen.

55 Milliarden Dollar Gewinn

Mit dem gerade abgelaufenen Quartal, das Apple einen geringfügigen Rückgang beim Gewinn auf 13,7 Milliarden Dollar (2018: 14,1 Mrd. Euro) bescherte, zog der Konzern auch Jahresbilanz. Aufgrund der sinkenden iPhone-Verkäufe konnte das Unternehmen das Vorjahresergebnis nicht toppen. Am Ende reichte das "durchwachsene" Jahr für Apple immer noch für 98,4 Milliarden Dollar Umsatz (2018: 101,8 Mrd. Dollar) und 55,2 Milliarden Dollar Gewinn (2018: 59,5 Mrd. Dollar).

Da Apple die prognostizierten Ziele für das laufende Quartal toppte und zudem einen positiven Ausblick auf das Weihnachtsgeschäft mit starken iPhone-11-Verkäufen, den AirPods Pro und neuen Services wie dem Apple-Streaming-Service AppleTV+ gab, belohnten Anleger die Aktie mit einem Plus von bis zu drei Prozent. Dass Apple besonders stark in der Services-Sparte wächst, deutet darauf hin, dass die Emanzipation von dem schwächelnden Umsatzbringer Nummer eins, dem iPhone, zu gelingen scheint.

iPad feiert Comeback

Auch dass die aufgrund ihres Designs viel gescholtenen AirPods sowie die wenig gehypte Apple Watch die einbrechenden iPhone-Verkäufe abfedern können, mag manche Kritiker überraschen. Während das Mac-Geschäft sich bei etwas mehr als 25 Milliarden Dollar Jahresumsatz stabil blieb, feierte das iPad mit starken Zugewinnen auf 21,2 Milliarden Dollar Umsatz ein unerwartetes Comeback. Nach dem iPhone (142 Mrd. Dollar) ist das Services-Geschäft (46,2 Mrd. Dollar) mittlerweile der mit Abstand stärkste Umsatzbringer.

Für das laufende Quartal prognostizierte Apple am Mittwoch einen Umsatz-Zuwachs auf 85,5 bis 89,5 Milliarden Dollar.