Ferrari Luce
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Erster Elektro-Ferrari sorgt für Kontroversen

Endlich wurde der Ferrari Luce offiziell vorgestellt: Es ist der erste vollelektrische Sportwagen des berühmten italienischen Herstellers, der seit 1939 wie wohl kein anderer Sportlichkeit mit Eleganz und Luxus verbindet. 

Mit dem Luce schlägt Ferrari nun ein neues Kapitel auf – nachdem sich der Sportwagenhersteller jahrelang gegen ein elektrisches Modell gewehrt hatte, weil das Fahrgefühl und der Klang der Maschinen nicht in einen Elektro-Ferrari überführbar seien. Mit dem Luce will man nun doch das Gegenteil beweisen. 

2022 wurde das Konzept für den elektrischen Sportwagen erstmals vorgestellt. Für das Design hat sich Ferrari Hilfe vom legendären, ehemaligen Apple-Designer Jony Yve und vom Industriedesigner Marc Newson geholt, die Ferraris Chef-Designer Flavio Manzoni unterstützt haben.

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Lob für E-Auto-Plattform

Das Fahrzeug baut auf einer neuentwickelten, ehrgeizigen Architektur auf, die insgesamt 4 unabhängige Elektromotoren enthält und damit 1.050 PS (772 kW) bietet. Ferrari behauptet, der Sportwagen könne in 2,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen. 6,8 Sekunden soll es wiederum dauern, um auf 200 km/h zu kommen. Die maximale Geschwindigkeit beträgt 310 km/h

Trotz dieser Leistung kommt der Ferrari Luce nicht bei allen gut an. Neben Stimmen, die immer noch meinen, ein echter Ferrari könne nicht elektrisch sein, ist vielen das Design ein Dorn im Auge. Sie finden, dass die Handschrift von Jony Ive zu stark dominiert und der neue Luxus-Sportwagen eher aussieht wie ein futuristisches Apple-Konzeptauto. Manche vergleichen das Aussehen des E-Ferraris sogar mit dem Polestar oder dem Nissan Leaf.

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So sieht der Ferrari Luce aus

Außerdem missfällt manchen, dass der Ferrari zu praktisch sei: Denn anders als andere Ferrari-Modelle hat der Luce 4 statt 2 Türen, einen großen Kofferraum und 5 Sitze. Es ist erst der zweite Viertürer in Ferraris Geschichte. Er wirkt daher weniger sportlich-luxuriös und mehr wie eine Familien-Limousine.

Künstlicher Sound als Theater-Stunt

Auch den künstlichen „Ferrari-Sound“ finden manche eher abturnend: Denn man hat extra spezielle Soundeffekte und Vibrationen eingebaut, damit das Fahrgefühl näher an einen klassischen Ferrari herankommt. Manche empfinden das als unauthentisch. 

Zumindest die Innenausstattung wird neben der beeindruckenden E-Auto-Plattform meist positiv bewertet, weil die luxuriöser ausfällt als bei anderen Sportwagen. Als Dashboards fungieren OLED-Displays von Samsung und es gibt ein rotierendes Kontroll-Paneel aus recyceltem Aluminium und Glas. Ein Audiosystem mit 21 Lautsprechern udn 3.000 Watt sorgt dafür, dass man im futuristischen E-Ferrari zumindest in voller Lautstärke alte italienische Sommerhits spielen kann. 

In Europa soll der neue Ferrari Ende des Jahres auf den Markt kommen. Das Luxus-Sportauto soll 550.000 Euro kosten.

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