B2B
18.07.2018

Western Digital schließt Festplatten-Fabrik wegen SSD-Boom

Bei dem Werk in Malaysia sind 13.000 Angestellte beschäftigt. Der Großteil wird voraussichtlich gekündigt.

Flashspeicher ist weiter auf dem Vormarsch. Zwar hat sich der PC-Markt vor kurzem etwas erholt, aber mittlerweile setzen nicht nur teure Ultrabooks auf SSDs statt Festplatten, sondern auch Laptops im mittleren Preissegment.

Das bekommt auch der Festplatten-Hersteller Western Digital zu spüren. Aufgrund des Rückgangs der Nachfrage nach klassischen Festplatten, wird mit Ende 2019 eine Fabrik in Malaysia geschlossen. Die Fabrik wurde 1973 eröffnet, seit 1994 wurden HDDs hergestellt. Erst 2011 wurde das Werk um eine Forschungsabteilung erweitert – Western Digital investierte dafür 1,2 Milliarden US-Dollar.

In der Fabrik arbeiten 13.000 Menschen. Diese sollen eine Abfindung bekommen oder kostenlose Fortbildungskurse. Ein kleiner Teil davon, primär Ingenieure und Service-Mitarbeiter, könnten in einem Support-Zentrum weiterarbeiten. Der Großteil wird aber voraussichtlich gekündigt.

Schon 2016 wurde eine HDD-Fabrik in Malaysia geschlossen. Western Digital will zukünftig mehr SSDs produzieren. Dazu soll ein anderes Werk in Malaysia ausgebaut werden, indem bereits SSDs hergestellt werden.