Ein älterer Herr macht mit einem Kind ein Selfie

Symboldbild Medienkompetenz 

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Digital Life

Wie A1 mit digitalen Vorbildern die Medienkompetenz stärken will

Anlässlich des Internationalen Tages der Bildung, der in diesem Jahr ganz im Zeichen der KI steht, haben wir mit Thomas Arnoldner, A1 Group Deputy CEO, gesprochen.

Ein falscher Klick kann im Falle von Cyberbetrug drastische Folgen haben. Doch auch der unkritische Umgang mit und die Unachtsamkeit bei Online-Inhalten, wie KI-generierten Videos oder Fake News, haben weitreichende Konsequenzen. Nicht nur für Einzelpersonen, sondern für die gesamte Gesellschaft. Gerade in Zeiten wie diesen ist daher Medienkompetenz im ganzen Land gefragt. 

Unternehmen wie A1 versuchen dazu einen Beitrag zu leisten und Menschen für diese Entwicklung zu sensibilisieren. Mit der Initiative “Digitale Vorbilder” sollen Familien in Österreich dabei unterstützt werden, offen, reflektiert und verantwortungsbewusst mit digitalen Medien umzugehen. 

Anlässlich des Internationalen Tages der Bildung, der in diesem Jahr ganz im Zeichen der KI steht, haben wir mit Thomas Arnoldner, A1 Group Deputy CEO, über die neue Initiative und die Medienkompetenz in Österreich gesprochen. 

Wie äußert sich mangelnde Medien- und digitale Kompetenz im Alltag?

Thomas Arnoldner: Im Alltag zeigt sich das auf vielfältige Weise: Unsicherheiten beim Umgang mit Passwörtern und Privatsphäre-Einstellungen, die Verbreitung von Fake News oder Cybermobbing oder Schwierigkeiten beim Erkennen seriöser Quellen. Auch das unreflektierte Übernehmen von Meinungen oder das Verpassen von Chancen, die Digitalisierung individuell oder beruflich zu nutzen. Oft fehlt der Mut, bei Unsicherheiten nachzufragen – oder gar das Bewusstsein, dass Handlungsbedarf besteht.

In einer aktuellen von A1 in Auftrag gegebenen Studie halten 89 Prozent der Befragten bewusstes Offline-Sein für unverzichtbar. Wie groß ist das Problem mit mangelnden digitalen Kompetenzen in Österreich?

Laut der aktuellen Studien fühlen sich selbst sogenannte „Digital Natives“ – also die junge Generation, die mit dem Smartphone aufgewachsen ist – oft überfordert und unsicher im Umgang mit ihren Geräten. Besonders bei Sicherheits- und Privatsphäre-Fragen gibt es erhebliche Defizite. Auch ältere Generationen stehen digitalen Entwicklungen oft ratlos gegenüber. Insgesamt zeigt sich, dass Medienkompetenz in Österreich noch lange nicht selbstverständlich ist und ein auf die jeweilige Zielgruppe passender Förderbedarf besteht. 

Wie kann die A1-Initiative „Digitale Vorbilder“ dazu beitragen, die Medienkompetenz in Österreich zu stärken?

Wir haben die Initiative „Digitale Vorbilder“ ins Leben gerufen, weil wir davon überzeugt sind, dass medienkompetente Menschen für eine zukunftsfitte Gesellschaft essentiell sind. Wir wollen positive Beispiele sichtbar machen: Menschen aus unterschiedlichen Bereichen, die Medien aktiv, kritisch und verantwortungsvoll nutzen und diese Haltung auch in ihren Familien, ihrem Freundeskreis oder ihrem beruflichen Umfeld vorleben. Ziel ist es, möglichst viele Menschen zu motivieren, diesen Weg mitzugehen und selbst zum Vorbild zu werden. Je mehr unterschiedliche Vorbilder es gibt, umso besser, frei nach dem Motto: „Je mehr umso besser!“

Welche Fähigkeiten hat ein digitales Vorbild für Sie?

Ein digitales Vorbild ist jemand, der sich im digitalen Raum sicher und verantwortungsvoll bewegt, kritisch mit Informationen umgeht, andere anleitet und motiviert, seine Erfahrungen teilt und gemeinsam mit anderen lernt. Dazu gehören u. a. die Fähigkeit, Fakten von Meinungen oder Fake News zu unterscheiden, Privatsphäre und Daten zu schützen, respektvoll zu kommunizieren, sich weiterzubilden und – ganz wichtig – offen für Neues zu bleiben. Genauso wichtig ist es aber auch, bewusste Offline-Zeiten zu haben, z.B. beim gemeinsamen Essen oder bei einem fixen Spielenachmittag.

Was bedeutet es aus Ihrer Sicht heute, digital kompetent zu sein, und wie wird sich das in Zukunft verändern?

Heute bedeutet digitale Kompetenz nicht nur technische Bedienung, sondern das Verständnis gesellschaftlicher Zusammenhänge im digitalen Raum: Wie funktionieren Algorithmen? Welche Auswirkungen hat mein Online-Verhalten? In Zukunft wird sich die Komplexität weiter erhöhen, etwa durch Künstliche Intelligenz oder neue Formen der Kommunikation. Digitale Kompetenz wird zunehmend bedeuten, sich anpassungsfähig und kritisch in einem sich ständig wandelnden digitalen Umfeld bewegen zu können, ethische und soziale Dimensionen einzubeziehen und lebenslang weiterzulernen.

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Was braucht es noch, um Medienkompetenz in Österreich zu fördern?   

Gemeinsam können wir strukturell dafür sorgen, dass Medienkompetenz kein Zufall bleibt, sondern Standard für alle wird. Eltern sind die ersten Bezugspersonen und somit auch die ersten digitalen Vorbilder, die Mediennutzung im Alltag vorleben und damit prägen. Idealerweise besprechen sie die Medienkompetenz mit ihren Kindern, vereinbaren gemeinsame Regeln und – wie oben erwähnt – auch gemeinsame Offline-Zeiten, die als Rituale auch zum Familienleben gehören, z.B. gemeinsame Spielenachmittage.

Schulen sind Orte der Vermittlung von Kompetenzen, die über das reine Wissen hinausgehen – sie müssen Medienbildung systematisch im Lehrplan verankern – als Querschnittsmaterie über alle Fächer hinweg. Dafür braucht es natürlich auch digital kompetente Lehrkräfte. Bekannte Persönlichkeiten wie z.B. Influencer:innen dienen als Vorbilder, da sie große Reichweiten haben und mit ihrer Haltung sensibilisieren können.

Die Politik ist gefordert, Rahmenbedingungen, Ressourcen und Curricula für Medienkompetenz zu schaffen. Tech-Unternehmen wie A1 haben die Aufgabe, ihre Technologien verständlich, transparent und sicher zu gestalten – und gesellschaftliche Verantwortung über den Verkauf hinaus wahrzunehmen. 

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Gibt es Länder, die Österreich in Bezug auf digitale Kompetenzen als Vorbild dienen können?

Skandinavische Länder, allen voran Finnland und Dänemark, sind hier Vorbilder. Sie haben früh erkannt, wie wichtig digitale und Medienkompetenzen sind, und diese konsequent und strukturell in die Schulen und die Ausbildung von Pädagogen integriert. Dort ist Medienbildung Teil des Alltags, und die Gesellschaft profitiert von niedrigeren Hürden und einer offenen Fehlerkultur. Von solchen Ansätzen können wir viel lernen, etwa bei der systematischen Verankerung von Medienkompetenz in der Bildung.

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Am 24.1. ist der Internationale Tag der Bildung – digitale Kompetenzen sind heute nicht mehr wegzudenken. Wie setzt sich A1 für mehr digitale Kompetenzen ein?

Mit unserem A1 digital.campus, dessen 15jähriges Bestehen wir heuer begehen, ermöglichen wir Kindern und Jugendlichen in ganz Österreich kostenlose Workshops zu Medienkompetenz, Programmierung oder sicherer Nutzung digitaler Medien. Mehr als 550.000 Menschen haben bis heute unsere Workshops, Schulungen, Webinare etc. besucht.

Digitale Kompetenz ist heute die Eintrittskarte ins Leben und Arbeiten von morgen – und Bildung der Schlüssel dazu. Daher unterstützen wir Schulen, Familien und Pädagog:innen mit praxisnaher Weiterbildung und verständlichen Materialien am A1 digital.campus und darüber hinaus. Denn: Digitale Teilhabe beginnt bei digitaler Bildung!

Im Rahmen der Initiative „Digitale Vorbilder“ hat A1 eine Website erstellt, auf der Material für Kinder, Eltern, Pädagoginnen und Pädagogen verfügbar ist, um sie im digitalen Alltag zu unterstützen. 

 

Dieser Artikel entstand im Rahmen einer Kooperation mit A1 Österreich.

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Sandra Czadul

Begeistert von Wissenschaft und stets auf der Suche nach Ideen, die uns voranbringen.

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