Ein frustrierter Mann im Anzug schreit vor seinem Laptop am Schreibtisch.

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Digital Life

YouTube müllt RAM zu und friert den Computer ein

Etliche User beschweren sich seit Tagen über die YouTube-Website. Anscheinend gibt es einen Bug, der die Hardware des Computers extrem belastet. Das Problem scheint nicht am Browser zu liegen, berichtet Toms Hardware. Anfangs schienen nur Firefox-User betroffen zu sein, aber mittlerweile meldeten sich auch Nutzer von Brave, Edge und anderen Browsern.

Demnach beginnen die Videos zu stottern, der YouTube-Tab im Browser reagiert nicht mehr und in einigen Fällen friert der ganze Browser ein. Mehreren Usern zufolge würde ein einzelner YouTube-Tab im Browser über 7 GB im RAM belegen. Bei einigen wird auch die CPU zu fast 100 Prozent ausgelastet, wenn versucht wird ein Video abzuspielen. In extremen Fällen würde der ganze Computer für ein paar Sekunden nicht mehr reagieren, wenn das Video gestartet wird.

Mögliche Ursache

Da das Problem ursprünglich als Firefox-Bug gemeldet wurde, hat sich Mozilla die Sache genauer angesehen. Dort vermutet man, dass das YouTube-Interface schuld daran ist. Speziell dürfte es der flexible Menü-Container sein, der direkt unter dem Videoplayer liegt und üblicherweise die Bedienelemente für Start und Stopp enthält, sowie fürs Liken und Teilen.

Das Interface überprüft ständig, ob die Bedienelemente alle nebeneinander Platz haben, ohne zu überlappen. Wenn sie sich überschneiden, wird ein Button versteckt. Das Verstecken löst dann die Längenanpassung des Containers aus.

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Dadurch glaubt das Interface, dass wieder genug Platz für alle Buttons ist und stellt das versteckte Icon wieder her – das dann aber wieder überlappend ist. Das kreiert eine Endlosschleife in extrem hoher Geschwindigkeit.

Moderne Browser berechnen Website-Layouts neu, wenn sich bestimmte Interface-Elemente verschieben. Und weil das in diesem Fall so oft passiert, versucht der Browser mehrere Tausend dieser Berechnungen pro Sekunde auszuführen. Das Problem wird im Fachjargon Layout Thrashing oder Reflow Loop genannt. Und das löst die hohe CPU- und RAM-Auslastung aus.

Mozilla untersucht die Sache noch, eine Lösung dürfte es aktuell nicht geben. Da das Problem eben auch bei Browsern auf Chromium-Basis auftritt, dürfte es an der YouTube-Website selbst liegen. YouTube und Google haben sich bisher nicht zu der Sache geäußert. 

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