Ein iPhone zeigt iOS 26 mit Widgets und App-Symbolen.

iOS 26 auf einem iPhone

© Florian Christof
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Netzpolitik

Apple führt mit iOS 26.4 Altersnachweis per Kreditkarte oder Ausweis ein

Um Alterskontrollen gibt es zurzeit große Debatten: Die einen sehen darin die wichtigste Möglichkeit, Kinder und Jugendliche im Internet zu schützen. Die anderen fürchten ein Ende der Anonymität im Web und erhebliche Überwachungsrisiken.

Die britische Regulierungsbehörde Ofcom hatte bereits vergangenes Jahr strengere Regeln für Online-Services vorgeschrieben. So müssen „risikobehaftete Services“, etwa Porno-Seiten, durch Alterskontrollen sichergehen, dass Minderjährige keinen Zugang erhalten. 

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Derartige Alters-Checks sind derzeit auf Geräte-Level nicht obligatorisch. Dennoch führt Apple genau das nun ein, wie die BBC berichtet. Das Unternehmen habe dabei eng mit der Regulierungsbehörde zusammengearbeitet.

Kreditkarte oder Ausweis

Sobald iPhone-Nutzerinnen und -Nutzer in Großbritannien das neueste iOS- oder iPadOS-Update akzeptieren, werden sie aufgefordert, ihre Volljährigkeit nachzuweisen. Das geht laut Apple-Support-Seite entweder per Kreditkarte oder Lichtbildausweis.

Das heißt man kann einerseits seine Kreditkartendaten eingeben – und sie optional gleich als Bezahlungsmethode im Apple-Account hinterlegen. Mit Debitkarten funktioniert das nicht. Andererseits kann man seinen Führerschein oder Ausweis einscannen, Reisepässe werden nicht unterstützt. 

Wenn der Apple-Account selbst schon ein gewisses Alter erreicht hat, kann es sein, dass man den Schritt der Altersverifizierung überspringen kann. Apple betont, dass die Daten nicht gespeichert werden, außer man stimme zu, dass sie für andere Zwecke – etwa als Bezahlungsmethode – genutzt werden dürfen.

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Kritik von Bürgerrechtsorganisationen

Bei allen, die ihre Volljährigkeit nicht auf diese Art nachweisen, oder noch nicht volljährig sind, werden automatisch Web-Inhaltsfilter aktiviert. Die Regulierungsbehörde bezeichnet dies laut BBC als „echten Gewinn für Kinder und Familien“. Doch Bürgerrechtsorganisationen warnen, dass die Freiheit der Internetnutzung damit eingeschränkt werde. 

Silkie Carlo von der NGO Big Brother Watch bezeichnet Apples Altersverifizierung als „praktisch Ransomware“, die Millionen Britinnen und Briten mit einem „Kinder-Gerät“ zurücklasse, für das sie hunderte oder sogar tausende Pfund gezahlt hätten. Sie kritisiert außerdem, dass Apple vor Installation des Updates nicht deutlich mache, dass man anschließend seine Volljährigkeit beweisen muss, um weiter uneingeschränkten Zugriff auf Online-Services zu haben.

Nutzerinnen und Nutzer erzürnt

Auch von Seiten der iPhone-Nutzerinnen und -Nutzer in Großbritannien kommt Kritik. Einerseits aus den schon genannten Privatsphärebedenken, andererseits weil manche durch das Raster fallen: Wer keinen Führerschein und keine Kreditkarte hat, hat mit dem System Schwierigkeiten, die Volljährigkeit nachzuweisen.

Zudem scheint das Scannen der Ausweisdokumente fehlerbehaftet. Ein Reddit-Nutzer hat Tipps zusammengetragen, mit denen man das Betriebssystem dazu bringt, den eigenen Ausweis zu erkennen.

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