Ein WLAN-Router mit leuchtenden Anzeigen steht auf einem Holztisch in einem gemütlich eingerichteten Wohnzimmer.

Symbolbild: Ein Router des deutschen Unternehmens Fritz

© Fritz
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Netzpolitik

Deutsche Routerhersteller fordern strengere Regeln für Geräte aus China

4 deutsche und ein litauischer Routerhersteller fordern scharfe Kontrolle importierter Internet-Netzwerkgeräte in Europa. „Router und Netzwerkgeräte müssen von der Politik ebenso stringent geschützt werden wie 5G-Netze“, heißt es in der Mitteilung des neu gegründeten Safenet-Verbands. 

Beteiligt sind die deutschen Unternehmen Fritz, Devolo, Lancom und TDT sowie Teltonika aus Litauen. Wie das 5G-Instrumentarium der EU zielen die Forderungen auf chinesische Produkte, auch wenn diese in der Mitteilung nicht ausdrücklich genannt sind. 

Angst vor Spionage

Da Telekommunikationsgeräte von außen über das Netzwerk aktualisiert und gewartet werden können, gibt es Sorgen, dass staatliche chinesische Stellen dieses Einfallstor für Spionage und gegebenenfalls sogar Sabotage nutzen könnten, um Netzwerke im Konfliktfall stillzulegen. Die EU-Kommission hat vor diesem Hintergrund im Jänner angekündigt, Hochrisiko-Ausrüster vom 5G-Netz ausschließen zu wollen. Die deutsche Regierung hatte den 5G-Mobilfunkanbietern schon zuvor vorgeschrieben, ab 2026 keine Komponenten der beiden chinesischen Hersteller Huawei und ZTE im Kernnetzwerk mehr zu verbauen.

Auch die US-Telekommunikationsaufsicht FCC hat im März neue Regelungen für Router-Importe erlassen. Demnach dürfen nur noch jene Geräte verkauft werden, die vollständig im Inland produziert werden.

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Hoher Marktanteil chinesischer Hersteller

Nach einer von den Firmen zitierten Studie laufen aber nur 7 Prozent des europäischen Internetverkehrs über den Mobilfunk, 93 Prozent hingegen über Router und Heimnetz-Gateways. Der Marktanteil chinesischer Hersteller in diesem Bereich beläuft sich demnach auf knapp 40 Prozent. Die 5 deutschen Unternehmen werfen der Politik vor, dass die EU-Märkte in diesem Bereich offen für außereuropäische Produkte seien, die strategische Abhängigkeiten erzeugten und Sicherheitsrisiken darstellten.

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Sie haben 3 Forderungen: Hersteller und Internetanbieter sollen ausweisen, wo Geräte und Firmware hergestellt und entwickelt werden. Behörden, Betreiber kritischer Infrastruktur und öffentlich finanzierte Einrichtungen sollen europäische Netzwerktechnologie nutzen. Und die EU soll neben dem 5G-Instrumentarium vergleichbare Sicherheitsvorschriften für Router und Netzwerktechnologie erlassen.

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