Netzpolitik
05/08/2017

Microsoft will Piraterie-User aus der Cloud verbannen

Im Kampf gegen Software-, Musik- und Filmpiraterie will Microsoft eine Technologie patentieren, über die Cloudaktivitäten von Usern kontrolliert werden können.

Milliarden von Dateien werden heutzutage mit Cloud-Services geteilt. Während viele dieser Files als erlaubte Kopien in den Cloud-Speicheraccounts vieler User landen, werden die Cloud-Dienste aber auch zum illegalen Teilen dieser Dateien benutzt. Microsoft will mittels einer Technologie diesem Treiben ein Ende bereiten und User bei wiederholtem Vergehen in der Nutzung von Cloud-Services einschränken.

Vergehen wird vermerkt

Einem Patentantrag zufolge, der von Torrentfreak aufgegriffen wurde, sollen das Teilen von illegal markierten Dateien über Cloud-Services automatisch unterbunden werden. Die Services könnten für bestimmte Files die Teilfunktion einfach deaktivieren. Die Information, dass der User im Besitz von illegalen Dateien ist, wird dem Microsoft-Vorschlag ebenfalls vermerkt.

Erkennt das Cloud-Service durch die implementierte Software, dass ein User wiederholt derartige Dateien in seinem Account speichert, könnte der Nutzer an Behörden gemeldet bzw. der Account gesperrt werden. In dem Patentantrag geht es vordergründig nicht um einen Microsoft-Dienst. Der US-Konzern will lediglich die Technologie patentieren lassen, die für so ein Unterfangen notwendig ist - etwa, wenn die US-Regierung eine entsprechende Anweisung an Technologiefirmen und Cloudanbieter gesetzlich vorschreibt.