Böse Überraschung: Amazon verkauft gefälschten DDR5-RAM

Böse Überraschung: Amazon verkauft gefälschten DDR5-RAM

© Corsair
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Böse Überraschung: Amazon verkaufte gefälschten DDR5-RAM

Wer dieser Tage seinen PC mit zusätzlichem RAM ausstatten möchte, wird wegen der horrenden Preise möglicherweise erschreckt zurückweichen. Die Speicherkrise - angeblich ausgelöst durch KI-Unternehmen, die alle verfügbaren Speichermodule aufkaufen - wird an den rasant steigenden RAM-Preisen sichtbar. 

Das machen sich auch Kriminelle zunutze, wie ein Amazon-Kunde feststellen musste. Er hatte sich ein teures Vengeance-DDR5-RAM-Kit von Corsair gekauft. Beim Einbau des Speichers musste er jedoch enttäuscht feststellen, dass ihm stattdessen ein deutlich günstigerer DDR4-RAM untergejubelt wurde.

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Betrug ist rasch aufgeflogen

Skeptisch wurde der Amazon-Kunde bereits beim Auspacken, wie er in einem Reddit-Posting schreibt. Es waren nämlich die Wärmeverteiler ungewöhnlich locker montiert. Als er dann versuchte, die RAM-Module in die dafür vorgesehenen Slots des Mainbords zu stecken, fiel ihm auf, dass die Module nicht passen. 

DDR4-Module und DDR5-Module haben nämlich eine unterschiedliche Bauweise, damit man sie nicht miteinander verwechselt und irrtümlich den falschen RAM verbaut. Das Betrugsopfer wandte sich an den Online-Händler. Schließlich trat Amazon als Verkäufer des Produkts auf. 

Der Online-Händler zeigte sich kulant und erstattete den Preis, sodass er sich daraufhin einen passenden DDR5-RAM kaufen konnte. Ob Amazon selbst Opfer eines Umtauschbetrugs geworden ist oder ob die Schwachstelle direkt in der Lieferkette liegt, ist nicht bekannt. 

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Hohe Preisunterschiede

Bleibt noch die Frage, ob sich ein solcher Betrug für Kriminelle überhaupt lohnt. Wer auf Amazon nach "Corsair Vengeance DDR4 RAM" sucht, bekommt 32-GB-Kits zwischen 160 und 280 Euro angezeigt. Wer nach ähnlichen Kits mit DDR5-RAM sucht, wird Preise zwischen 450 und 550 Euro sehen. Geht man in Richtung 64 GB oder 96 GB, überschreiten die Preise schnell die 1.000-Euro-Marke

Um sich vor derartigen Betrugsmaschen zu schützen, kann es hilfreich sein, das Auspacken der Produkte auf Video festzuhalten. Im Fall der Fälle hat man dann nämlich den Beweis, dass man nicht selbst das Produkt ausgetauscht hat, um Amazon zu betrügen. Außerdem sollte man unbedingt die Spezifikationen überprüfen, ob man tatsächlich das bestellte Produkt erhalten hat. 

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