Microsoft bestätigt: Nächste Xbox ist ein Gaming-PC
Microsoft hat bestätigt, wie es mit der nächsten Xbox weitergehen soll. Asha Sharma gab das Projekt mit dem Codenamen „Project Helix“ bekannt. Sie hat kürzlich die Nachfolge des langjährigen Xbox-Chefs Phil Spencer angetreten.
Die Ankündigung birgt einiges an Sprengstoff, denn sie stellt eine fundamentale Wende in der Xbox-Strategie dar. Project Helix soll nativ sowohl Xbox- als auch PC-Spiele abspielen können. Das heißt im Umkehrschluss, dass es sich im Grunde um einen Gaming-PC handelt und dass Xbox-Games, technisch gesehen, auch PC-Games sind. Es handelt sich also um eine Verschmelzung der Plattformen.
Technisch basiert das System laut Leaks auf einem neuen Chip von AMD, der intern unter dem Codenamen „Magnus“ geführt werden soll. Sharma betonte in einer ersten Stellungnahme auf der Plattform X, dass die Hardware bei der Performance „führend“ sein werde.
Während offizielle Spezifikationen noch ausstehen, deuten Aussagen von AMD-CEO Lisa Su auf einen geplanten Marktstart im Jahr 2027 hin. Berichten zufolge soll das Gerät auf einer speziell angepassten Version von Windows 11 basieren, die mit der sogenannten „Xbox Full Screen Experience“ eine konsolenähnliche Benutzeroberfläche bietet.
Dies würde es theoretisch ermöglichen, nicht nur den Microsoft Store, sondern auch Drittanbieter-Plattformen wie Steam, den Epic Games Store oder GOG direkt auf der Konsole zu nutzen. Umgekehrt könnte Xbox als Plattform auch auf andere PCs einziehen und Games dort nativ unterstützen. Jeder PC könnte so zur Xbox werden.
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Xbox-Games wären dann womöglich speziell auf die Hardware zugeschnitten, im Grunde bleiben sie aber PC-Games. Das würde Portierungen für Entwickler massiv vereinfachen. Ein ähnliches Prinzip nutzt etwa Valve beim Steam Deck. Der Handheld ist eigentlich ein Mini-PC, der theoretisch alle PC-Spiele abspielen kann, solange die Hardwareanforderungen erfüllt sind. Für viele Games gibt es Anpassungen, damit sie besser auf der Steam-Deck-Hardware laufen.
Langfristige Strategie
Die Ankündigung ist eine konsequente Fortsetzung einer Strategie, die Microsoft schon länger verfolgt. Microsoft vermarktet die Xbox seit einiger Zeit nicht mehr nur als ein für sich stehendes Gerät, sondern als ein Ökosystem bzw. als Plattform. In diesem Zusammenhang wurden auch Dritthersteller-Handhelds als „Xbox“-Geräte positioniert.
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Auf den Geräten läuft ebenfalls eine angepasste Version von Windows 11, die allerdings nicht vollständig geladen wird. Stattdessen kommt man gleich nach dem Einschalten zum Xbox UI. Unterstützt werden alle Spiele, die für Windows-PCs programmiert sind sowie Titel, die über Cloud-Gaming oder Remote-Verbindung mit der Xbox-Konsole kommen.
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