Start-ups
07.05.2016

Troja-Bike: GPS-Diebstahlssicherung fürs Fahrrad

Die Outdoor-Saison ist eröffnet. Ein Start-up aus Wien und Zürich hat eine GPS-Diebstahlsicherung fürs Fahrrad entwickelt. Die Crowdfunding-Kampagne läuft noch bis 12. Mai.

In Österreich werden täglich im Schnitt 75 Fahrräder gestohlen - trotz zunehmender guter Schlösser. Ein Unternehmen will dem Problem jetzt auf eine andere Art und Weise Abhilfe schaffen.

Diebstahlsicherung

50.000 Franken war das Finanzierungsziel des Unternehmens „Live Tracker Systems“ (LTS) – dieses wurde auf Kickstarter bereits erreicht. Die Wiener und Züricher Jungunternehmer haben eine GPS-Diebstahlsicherung namens „ Troja Bike“ für Fahrräder entwickelt.

Mit den nun mehr als 50.000 Franken ist LTS dazu befähigt, die GPS-Diebstahlsicherung Troja Bike in Serienproduktion zu schicken. Als Partner konnte bereits vor Beginn der Crowdfunding-Kampagne KTM Bike Industries gewonnen werden. Als weiterer Partner ist T-Mobile an Bord.

Live-Trackingdaten an die Polizei

Troja Bike eignet sich laut den Angaben von LTS dazu, um Fahrraddiebstähle verhindern und aufzuklären. Kommt es nämlich zu einem Diebstahl, sendet das Gerät die Positionsdaten live an den Besitzer oder bei Wunsch auch direkt an die Polizeibehörden. Troja Bike wird direkt unter dem Sattel angebracht und kann ausschließlich vom Käufer aus der Verankerung gelöst werden.

Ein eigenes Service-Center soll die Fahrrad-Besitzer im Falle eines Diebstahls bei der Koordination mit Polizei und Partner-Versicherung unterstützen. Polizeibehörden wird außerdem eine Schnittstelle zur Verfügung gestellt, damit sie selbst die gestohlen gemeldeten Räder auf einer Karte sehen können.

Einzelpositionen für Besitzer

Neben der Live-Ortung im Diebstahlsfall können vom Besitzer jederzeit Einzelpositionen des Fahrrads via App angefordert werden. Fraglich ist hier natürlich, ob dies auch für Polizeibehörden gilt, wenn Besitzer zugestimmt hat, die Daten im Diebstahlsfall weiterzugeben. Die Elektronik für Troja Bike übernimmt das Jungunternehmen nämlich weitgehend von ihrem bereits bestehenden GPS-Tracker Troja für Polizei und Behörden.

Laut Angaben des Herstellers ist Troja Bike allerdings anonym, in der App können Kunden auf freiwilliger Basis Name, Adresse, Foto oder Rahmennummer des Rades hinzufügen. Bis 12. Mai kann man das Projekt noch auf Kickstarter unterstützen.

Akku hält eine Saison

Weitere Fakten zu Troja Bike: Produziert wird Troja Bike bei Loewe Technologies. Der Tracker wiegt nur etwa 75 Gramm und passt in 98 Prozent aller Fahrradrahmen. Der Akku hält bis zu eine Saison lang und ist wiederaufladbar.

Im Handel wird Troja Bike 129 Euro kosten und ein Beitrag für die Mobilfunkverbindung wird mit 15 Euro pro Jahr anberaumt.