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Online-Zimmervermittler Versteckte Kamera: Frau klagt Airbnb.

Foto: Airbnb
Eine deutsche Frau hat eine Klage gegen den Zimmervermittler Airbnb eingebracht, nachdem sie in einem gemieteten Apartment eine versteckte Kamera gefunden hat.

Die Kamera habe sie gefilmt, als sie nackt durch die über Airbnb vermittelte Wohnung in Kalifornien gegangen sei und habe auch intime Momente mit ihrem Partner festgehalten. Laut der Klageschrift, die vor einem kalifornischen Gericht eingebracht wurde, bezog die Frau das Apartment, das sie für ein Monat gemietet hatte,  im Dezember 2013. Nach drei Tagen entdeckte sie die Kamera hinter einigen Kerzen im Wohnzimmer. Nach Angaben der Deutschen wurde Kamera ferngesteuert und nahm auch Gespräche auf. Der Vermieter habe sie nicht über das Vorhandensein der Kamera informiert, so die Klägerin, die unmittelbar nach dem Entdecken der Kamera aus dem Apartment auszog und eine Beschwerde bei Airnbnb einbrachte.

Apartment weiter gelistet

Offenbar hat der Zimmervermittler nicht auf die Beschwerde reagiert, das Apartment wurde auch weiterhin auf den Seiten von Airbnb gelistet, berichtet The Verge.  Nun zog die Frau vor Gericht. Airbnb klagte sie wegen Vernachlässigung von Pflichten. Offenbar habe es keinerlei Überprüfung der Vermieter gegeben, heißt es in der Klageschrift. Die Vermieter klagte die Frau auf die Verletzung ihrer Privatsphäre.

Fall in Kanada

Es ist nicht das erste Mal, das Airbnb wegen einer in einem Apartment versteckten Kamera ins Gerede kommt. Von Airbnb vermittelte Mieter fanden Anfang des Jahres eine Kamera im Schlafzimmer einer Unterkunft im kanadischen Montreal, die offenbar aufgenommene Bilder streamte.

Airbnb hat seit November 2014 Richtlinien für Kameras in seinen Geschäftsbedingungen. Gastgeber werden darin aufgefordert Kameras in ihren Räumlichkeiten offenzulegen.

(futurezone) Erstellt am 17.12.2015, 09:21

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