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Start-up Lecturize erhält fünfstellige Investition von startup300.

Das Angebot von Lecturize kann auf Computer, Tablets und Smartphones genutzt werden
Das Angebot von Lecturize kann auf Computer, Tablets und Smartphones genutzt werden - Foto: Lecturize
Das Business Angel-Netzwerk startup300 seigt in den Online-Marktplatz für Tutorien und Nachhilfe ein. Den Anstoß gab der Streit mit der WU.

Ein Urheberrechtsstreit bringt selten etwas Gutes, vor allem wenn man der Beschuldigte ist. Nicht so im Fall des Wiener Start-ups Lecturize. Der Online-Marktplatz für Tutorien und Nachhilfe kann sich über ein Investment von startup300 freuen. Das Business Angel-Netzwerk steigt mit einem fünfstelligen Betrag in Lecturize ein und wird Gesellschafter des Unternehmens.

Der Streit mit der Wirtschaftsuniversität Wien, die Lecturize vorwirft Lernunterlagen kopiert und kostenpflichtig angeboten zu haben, schreckte startup300 nicht ab. „Durch den Rechtsstreit sind wir erst auf das Start-up aufmerksam geworden. Wenn die WU so heftig reagiert, muss was dran sein an dem Unternehmen“, sagt Bernhard Lehner, Mitgründer und Geschäftsführer von startup300.

Einigung

Man habe die Vorwürfe durch die eigenen Anwälte prüfen lassen. „Natürlich gibt es Copyrightrahmen die einzuhalten sind, da hat sich Lecturize vielleicht nicht 100-prozentig richtig verhalten. Aber das ist alles lösbar und in Zukunft einfach einzuhalten“, so Lehner.

Auch Lecturize zeigt sich optimistisch: "In den jüngsten Gesprächen hat die WU bekräftigt, dass der Vorwurf nicht so dramatisch gemeint war, wie es geklungen hat", sagt Alexander Pöllmann, Geschäftsführer von Lecturize: "Wir gehen davon aus, dass eine Einigung bevorsteht." Auf die User oder das Angebot habe diese keine negativen Auswirkungen.

Neue Kurse

Die Investition soll laut Pöllmann zu 100 Prozent genutzt werden, um das Angebot der Lerninhalte aufzustocken und neue Trainer für die videobasierten Online-Nachhilfekurse zu gewinnen. "Die Beteiligung von startup300 ist eine Bestätigung für unsere Geschäftsmodell und bedeutet viel Arbeit für uns - im positiven Sinn. Wir optimieren jetzt gemeinsam und bauen die Kurse aus", so Pöllmann.

Aktuell sind acht Kurse mit Inhalten der WU und TU Wien online. In den nächsten Wochen wird das Angebot ausgebaut. Im Frühjahr kommen Nachhilfen für die Zentralmatura dazu.

(futurezone) Erstellt am 07.03.2016, 15:47

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