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Musik Wiener Start-up Record Bird erhält sechsstellige Investition.

Foto: Record Bird
Das Musik-Start-up Record Bird informiert User über neue Releases ihrer Lieblings-Künstler. Jetzt wurde eine Finanzierung im sechsstelligen Bereich aufgestellt.

Das 2014 in Wien gegründete Start-up Record Bird kann einen Teilerfolg verbuchen. Zwar ist der Service immer noch in der Closed-Beta-Phase, dennoch konnte eine Seed-Finanzierung im „mittleren sechsstelligen Bereich“ aufgestellt werden. Die fünf Gründer halten gemeinsam nach der Finanzierungsrunde deutlich mehr als 50 Prozent an ihrem Unternehmen. "Für uns war wichtig Investoren an Bord zu holen, die die Branche verstehen und auch einen persönlichen Zugang zu dem Thema haben, also wissen wie ärgerlich es ist, wenn man einmal einen neuen Release eines Künstlers verpasst", sagt Record Bird-Gründer CEO Andreas Mahringer.

Zu den Investoren gehören Niko Alm (Nationalratsabgeordneter der NEOS, Geschäftsführer von Super-Fi und Vice CEE) und das Business-Angel-Netzwerk startup300. Eine Kooperation zwischen Vice und Record Bird ist momentan noch nicht angedacht: „Dazu ist es in der jetzigen Phase noch zu früh. Ich sehe das Potenzial in Record Bird hohe Nutzerzahlen zu erreichen und ein Player in dem Business zu werden“, so Alm.

Neue Releases

Record Bird ist ein kostenloser Service, der im Web Browser und im Laufe des Jahres als App verfügbar sein wird. Noch im Februar soll die öffentliche Beta-Phase starten. Der User loggt sich mit Facebook oder Spotify ein. Record Bird gleicht die Likes/Follows des Users mit einer Datenbank ab, die über vier Millionen Künstler enthält. Kündigt ein Künstler den Release einer neuen Single oder eines Albums an, wird der User darüber von Record Bird informiert. Am Erscheinungstag des neuen Werkes gibt es eine Erinnerung für den User. Viele der neuen Tracks haben eine Vorschaufunktion - 30 Sekunden des Songs können gestreamt werden.

"Wir holen uns nur die Daten von Facebook und Spotify, die für die Funktionalität des Dienstes wichtig sind, wie die Musikpräferenzen. Der User muss zuvor selbstverständlich zustimmen und wir holen keine weiteren Daten wie Friend Lists und posten auch nichts im Namen des Users", versichert Mahringer. Record Bird kann auch ohne Facebook- und Spotifiy-Verknüpfung genutzt werden. In diesem Fall kann man über eine Suchfunktion seine Lieblings-Sänger und -Bands finden. Listen mit vorgeschlagenen Künstlern gibt es ebenfalls.

Auch Spotify bietet Notifications bei neuen Releases. Investor Niko Alm sieht das aber nicht als Konkurrenz zu Record Bird: „Record Bird liefert viel mehr. Darin sind Releases enthalten die weit über Spotify hinausgehen, weil viel mehr Quellen angezapft werden, bis hin zu Vinyl.“ Laut Mahringer gehören zu den Quellen ua. die führenden Retailer im digitalen und physischem Bereich sowie die Vertriebe der Labels.

Expansion

Geld will Record Bird zukünftig mit Affiliate-Links und Promotions durch die Labels verdienen. Die Nutzung des Dienstes soll für User dabei immer gratis bleiben.

"Derzeit liegt unser Fokus darauf, den Proof of Concept zu erbringen. Wir wollen zeigen, dass wir User gewinnen können und Labels bereit sind, für den Zugang zu diesen Usern zu zahlen. Wenn dieses Know-How da ist, planen wir die nächste Finanzierungsrunde und Expansionen in große Musikmärkte, wie Großbritannien und die USA."

(futurezone) Erstellt am 10.02.2016, 13:17

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