Digital Life

Waymo Robotertaxis haben menschliche "Telefonjoker" auf Philippinen

Waymos selbstfahrende Robotaxis erhalten Unterstützung von Remote-Mitarbeitern, die teilweise auf den Philippinen arbeiten. Das gab Mauricio Peña, Chief Safety Officer des Google-Mutterkonzerns Alphabet, bei einer Anhörung im US-Senat vergangene Woche bekannt, wie Business Insider berichtet.

Die sogenannten Fleet Response Agents steuern die Fahrzeuge nach Angaben von Waymo jedoch nicht aktiv. Wenn das autonome System des Fahrzeugs auf eine unklare Situation trifft, kann es einen Menschen um zusätzliche Informationen bitten, also eine Art "Telefonjoker".

Dass Waymo auf diese Art der menschlichen Unterstützung setzt, ist nicht komplett neu. Das Unternehmen hat das bereits 2024 in einem Blogeintrag beschrieben. 

➤ Mehr lesen: Spritztour im Waymo: So fährt es sich im selbstfahrenden Taxi

Zugriff auf Kameras

Die Remote-Mitarbeiter haben Zugriff auf Echtzeit-Kamerafeeds der Fahrzeug-Außenkameras und eine 3D-Darstellung der Fahrzeugumgebung. Sie können etwa bestätigen, welche Fahrspur bei einer Baustellenabsperrung gemeint ist, oder dem System einen Fahrweg vorschlagen, den die Software dann eigenständig bewertet.

Dass die Mitarbeiter auf den Philippinen sitzen, löste bei US-Politikern heftige Kritik aus, da die Praxis als Sicherheitsrisiko und Bedrohung für amerikanische Arbeitsplätze gesehen wird. Senator Ed Markey bezeichnete den Einsatz ausländischer Operatoren als problematisch, da Verzögerungen bei der Datenübertragung in kritischen Situationen gefährlich werden könnten und Cybersicherheitsrisiken entstehen würden.

Auch Tesla setzt auf Remote-Operatoren

Bei der Senatsanhörung wurde auch bekannt, dass Tesla ein ähnliches System mit Remote-Operatoren nutzt. Die Anhörung fand vor dem Hintergrund laufender Untersuchungen zu einem kürzlich erfolgten Waymo-Unfall mit einem Kind statt. 

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