Tesla arbeitet wieder an einem kleinen, günstigen E-Auto
Mal vom gefloppten Cybertruck abgesehen, hat Tesla schon seit einer gefühlten Ewigkeit kein neues Auto mehr auf den Markt gebracht. Die für den globalen Massenmarkt wichtigen Model 3 und Model Y sind bereits seit 2017 beziehungsweise 2020 zu haben. Das Model X und das Model S werden nicht mehr produziert.
Für Firmenchef Elon Musk liegt die Zukunft voll und ganz im autonomen Fahren und dem Robotaxi-Konzept Cybercab, das bereits vor 2 Jahren vorgestellt wurde und noch nicht einmal annähernd produziert wird. Bis bei diesem Projekt ein Gewinn anfällt, wird es noch viele Jahre dauern.
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Die mögliche Kehrtwende
Dem Robotaxi-Vorhaben hat Tesla ein günstigeres und kleineres E-Auto geopfert. Vor 2 Jahren wurde bekannt, dass die Entwicklung eines Model 2 eingestellt wurde. Nun könnte ein kompaktes E-SUV ein überraschendes Comeback feiern. Tesla soll zumindest intern prüfen, ob ein solches Projekt nicht doch Sinn machen könnte.
Der US-Autobauer habe dazu in den vergangenen Wochen Zulieferer kontaktiert, sagten vier mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Das Projekt für den Kompakt-SUV befinde sich in einem frühen Entwicklungsstadium und solle zunächst in China gebaut werden.
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Fahrerlose Zukunft ungewiss
Einem der Insider sowie einem Tesla-Mitarbeiter zufolge zielt der Konzern nun darauf ab, Modelle zu bauen, die sowohl für den autonomen Betrieb als auch für den Einsatz mit Fahrer ausgelegt sind. Da die weltweite Zulassung fahrerloser Autos noch Jahre dauern könnte, sichere sich Tesla mit dieser Option den Absatz und die Auslastung seiner Fabriken.
Mit einer Länge von 4,28 Metern wäre das neue Auto deutlich kürzer als das Erfolgsmodell Model Y. Der Preis solle zudem erheblich unter dem des Model 3 liegen. Beim Model 2 ist man von einem Preis von ungefähr 25.000 Dollar (21.357 Euro) ausgegangen.
Um Kosten zu sparen, seien eine kleinere Batterie mit geringerer Reichweite sowie nur ein Elektromotor statt der optionalen 2 Motoren vorgesehen, hieß es weiter. Zudem solle das Gewicht bei rund 1,5 Tonnen liegen, verglichen mit etwa 2 Tonnen beim Model Y. Ein Zeitplan für den Produktionsstart sei unklar, es sei jedoch unwahrscheinlich, dass dieser noch in diesem Jahr erfolge.
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Tesla unter Druck
Tesla steht schon länger unter Druck - zum einen wegen seiner vergleichsweise alten Modelle, zum anderen wegen des politischen Engagements von Konzernchef Musk in der Regierung von US-Präsident Donald Trump.
Das Unternehmen verzeichnete bereits 2025 einen Absatzrückgang, und einige Experten gehen davon aus, dass heuer erneut weniger Fahrzeuge verkauft werden. Die Krone als weltweit größter Elektroautobauer gab das US-Unternehmen 2025 an den chinesischen Konkurrenten BYD ab.
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