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Xiaomi Redmi Note 15 Pro+ im Test: Riesenakku in der Mittelklasse

Xiaomi hat seine neuen Mittelklasse-Geräte der Redmi-Serie nach Österreich gebracht. Die Bandbreite reicht von abgespeckt und besonders günstig bis hin zu besser ausgestattet, aber immer noch preiswert. 

Mit dem Redmi Note 15 Pro+ konnte ich bereits Bekanntschaft machen. Ich habe das Top-Gerät der aktuellen Redmi-Note-Reihe unter die Lupe genommen. 

Das Design

Auf den ersten Blick hinterlässt das Redmi-Handy mit dem umständlichen Namen einen positiven Eindruck. Das schnörkellose Design im Titan-Look, der flache Rahmen und die Mokka-braune Rückseite im Lederimitat, sind für ein Mittelklasse-Handy ein vielversprechender Ausgangspunkt. 

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Technische Spezifikationen

Xiaomi Redmi Note 15 Pro+

  • Maße und Gewicht: 163,3 × 78,3 × 8,2 / 8,5 Millimeter, 207 Gramm
  • Display: 6,83 Zoll AMOLED, 1.280 × 2.772 Pixel, 447 ppi, 120 Hz, Dolby Vision, HDR10+, 3.200 nits (peak), Gorilla Glass Victus 2)
  • Kamera:
    • 200 MP Hauptkamera: f/1.7, 23mm, 1/1.4", PDAF, OIS
    • 8 MP Weitwinkel: f/2.2, 15mm, 1/4.0"
    • Video: 4K@30 fps
    • Selfie-Kamera: 32 MP Frontkamera
  • Prozessor: Qualcomm Snapdragon 7s Gen 4 (4nm)
  • Speicher: 8/256 GB, 12/256 GB, 12/512 GB
  • Akku: 6.500 mAh (Si/C Li-Ion), 100 Watt kabelgebundenes Schnellladen, kein kabelloses Laden
  • Software: Android 15 mit HyperOS 2, Updates für 4 Android-Versionen
  • Netzwerk & Konnektivität: 5G, eSIM, WiFi 6, Bluetooth 5.4, NFC, Stereo-Lautsprecher, Wasserschutz IP68/IP69K
  • Farben: Glacier Blue, Mocha Brown, Black
  • Preis: ab 415 Euro (UVP), gesehen ab 375 Euro

Die Kameras

Die schwarzen Aussparungen für die Kameralinsen deuten zunächst darauf hin, dass es 3 relativ große Objektive gibt. Ein genauer Blick verrät allerdings, dass Xiaomi hier einen bekannten Trick anwendet. 

Die Kamerealinsen selbst sind nämlich winzig klein und wirken nur durch den schwarzen Ring deutlich größer. Bei einer dieser schwarzen Aussparungen sind zwar 2 Minilöcher zu entdecken, welchen Zweck sie erfüllen, ist aber unklar. 

Das Redmi Note 15 Pro+ kommt also mit 2 Kameralinsen: Einer 200-MP-Hauptkamera und einem 8-MP-Weitwinkel. Es ist genauso, wie die Spezifikationen vermuten lassen: Die Hauptkamera liefert passable Bilder, die für ein Gerät in diesem Preisbereich überzeugen können. Die Weitwinkelkamera liefert hingegen weniger ansprechende Fotos.

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Display, Prozessor und Software

Das Display ist hell genug und der Snapdragon-Chip ist schnell genug. Auch wenn die beiden Teile nicht mit den teureren Flaggschiff-Geräten mithalten können, gibt es an ihnen nichts auszusetzen. 

Schade ist, dass die neuen Redmi-Phones nur mit veraltetem Android 15 und dem User-Interface HyperOS 2 auf den Markt kommen. Xiaomi hätte eigentlich bereits HyperOS 3 und Android 16 für seine Smartphones parat. 

Das hinterlässt insofern einen bitteren Beigeschmack, als dass HyperOS 3 in einem neuen Anstrich kommt und über zahlreiche praktische Features verfügt. Immerhin kann man noch auf ein Update hoffen.

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Xiaomi Redmi Note 15 Pro+

Neuartiger Riesenakku

Ein Highlight beim Redmi Note 15 Pro+ ist der Silizium/Kohlenstoff-Akku (Si/C Li-Ion). Diese neue chemische Zusammensetzung kommt seit einigen Monaten in immer mehr Smartphones vor. Warum das so ist, liegt auf der Hand: Si/C Li-Ion Batterie ermöglichen eine deutlich höhere Energiedichte

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Was ist ein Si/C Li-Ion Akku?

Eine Silizium/Kohlenstoff-Batterie Si/C Li-Ion) ist eine Weiterentwicklung der klassischen Lithium-Ionen-Batterie. Dabei wird in der Anode (Minuspol) ein Teil des üblichen Graphits durch Silizium ersetzt. Silizium kann deutlich mehr Lithium-Ionen speichern als Graphit. Um die Stabilität zu verbessern, wird das Silizium mit Kohlenstoff kombiniert.

Der größte Vorteil dieser Technologie ist die höhere Energiedichte: Akkus können bei gleichem Volumen mehr Energie speichern oder bei gleicher Kapazität kleiner ausfallen. Das bedeutet in der Praxis längere Akkulaufzeiten. Außerdem lassen sich Silizium/Kohlenstoff-Akkus oft schneller laden.

Als Nachteil bei solchen Akkus galt bislang eine geringere Haltbarkeit. Das Silizium dehnt sich beim Laden stark aus und zieht sich beim Entladen wieder zusammen. Diese ständige Volumenänderung belastet das Material und kann zu schnellerem Verschleiß führen. 

Dieser Schwachpunkt konnte noch nicht gänzlich beseitigt werden, gilt aber weitgehend als gelöst. Xiaomi verspricht beispielsweise eine Lebenserwartung von 6 Jahren bei einer typischen Nutzung. Ein Nachteil bleibt: die höheren Kosten. Die Herstellung bleibt aufgrund der komplexen Materialaufbereitung teurer als bei reinen Graphit-Anoden,

Silizium/Kohlenstoff-Akku haben also spürbare Vorteile bei Kapazität und Ladezeit, aber kämpfen zum Teil noch mit Herausforderungen bei Lebensdauer und Kosten.

Xiaomi Redmi Note 15 Pro+

Lange Akkulaufzeit

Das Redmi-Phone kommt damit auf eine Akkukapazität von 6.500 mAh, mehr als was bei klassischen Lithium-Ionen-Akkus üblich ist. Und die gesteigerte Kapazität macht sich bei der Akkulaufzeit positiv bemerkbar. 

Bei mir waren damit mindestens 1,5 Tage mit einer Akkuladung möglich. Je nach Screentime und Nutzungsverhalten sollten beim Redmi Note 15 Pro+ durchaus auch 2 Tage drin sein. Mit der Ladeleistung von bis zu 100 Watt lädt das Handy extrem rasch. Schade ist, dass kein kabelloses Aufladen möglich ist.

Telefonieren ohne Mobilfunknetz

Ein weiteres bemerkenswertes Feature bei den Pro-Modellen der aktuellen Redmi-Note-Serie ist die Offline-Kommunikation. Mit der Funktion Xiaomi Offline Communication wird eine Sprachübertragung über mehrere Kilometer auch ohne Netzabdeckung ermöglicht. Dies ist jedoch nur zwischen Xiaomi-Handys möglich, die diese Funktion ebenso unterstützen.

Fazit

Das Xiaomi Redmi Note 15 Pro+ ist ein klassisches Mittelklasse-Handy: Bei manchen Funktionen und Eckdaten kommt es an die teureren Spitzenklasse-Geräte heran, bei manchen Punkten hinkt es aber deutlich hinterher. Alles in allem bekommt dafür ein brauchbares Smartphone, das vor allem durch hochwertige Verarbeitung und makellosem Design überzeugen kann. 

Positiv zu bewerten sind auch die Qualität der Hauptkamera, das Display sowie der Prozessor. Herausragend ist die Akkulaufzeit der neuartigen Riesenbatterie, die sich auch besonders rasch wieder aufladen lässt. 

Der offizielle Startpreis des Redmi Note 15 Pro+ liegt bei 415 Euro. Mittlerweile wird das Modell mit 256 GB Speicherplatz bereits um 375 Euro angeboten. Für diesen Preis bietet das Spitzengerät der neuen Redmi-Note-Serie ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

Die Preise der neuen Redmi-Note-Serie

Das Redmi Note 15 Pro+ ist das Top-Gerät der neuen Reihe. Insgesamt hat Xiaomi 5 neue Handys aus der Redmi-Note-Serie veröffentlicht. Sie reichen vom besonders günstigem und deutlich abgespecktem Einstiegssegment bis zur klassischen Mittelklasse. 

  • Redmi Note 15 Pro+ 5G: ab 415 Euro (UVP)
  • Redmi Note 15 Pro 5G: ab 370 Euro (UVP)
  • Redmi Note 15 Pro: ab 277 Euro (UVP)
  • Redmi Note 15 5G: ab 277 Euro (UVP)
  • Redmi Note 15: ab 185 Euro (UVP)

Mittelklasse unter Druck

Eines verdeutlicht das Redmi Note 15 Pro+: Mittelklasse-Smartphones geraten immer mehr unter Druck und stecken in einer Identitätskrise. Smartphones sind längst an einem Punkt angekommen, bei dem es im jährlichen Launch-Zyklus keine allzu großen Entwicklungssprünge mehr gibt. Gleichzeitig versorgen die Hersteller ihre Geräte meist mehrere Jahre mit Software- und Sicherheits-Updates. 

Das führt dazu, dass die attraktivsten und preiswertesten Smartphones in der Regel die Spitzengeräte aus dem Vorjahr sind. Ihre Eckdaten können meist noch mit den aktuellen Flaggschiffen mithalten, die Software ist auf dem neuesten Stand und der Preis ist mittlerweile stark gesunken. 

Das aktuelle Redmi Note 15 Pro+ kommt auf einen UVP von 415 Euro, wird aber bereits um 375 Euro verkauft. Das deutlich besser ausgestattete Xiaomi 15T, das im Herbst auf den Markt gekommen ist, kostet derzeit 425 Euro. Und dabei hat das 15T eine wesentlich hochwertigere Leica-Kamera, sowie einen 2-fachen optischen Zoom. Bei anderen Herstellern sieht die Situation ähnlich aus. 

Bevor man also zum neuesten Smartphone aus der Mittelklasse greift, könnte sich eventuell ein Blick auf die älteren Geräte aus der Spitzenklasse lohnen. Dort bekommt man vielleicht nicht das neueste Handy, dafür aber ein besser ausgestattetes Gerät zu einem ähnlichen Preis. 

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Florian Christof

Großteils bin ich mit Produkttests beschäftigt - Smartphones, Elektroautos, Kopfhörer und alles was mit Strom betrieben wird.

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