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Suche nach Leben: Europäischer Rover fliegt endlich zum Mars

Die NASA und ESA haben einen Zeitplan für den europäischen Mars-Rover Rosalind Franklin bekanntgegeben. Der Start wird demnach Ende 2028 mit einer Falcon Heavy Rakete von SpaceX zum Roten Planeten aufbrechen. 

Der Rover ist Teil der ExoMars-Mission der ESA. Wird der aktuelle Zeitplan eingehalten, erreicht Rosalind Franklin den Mars 2030 und wird der erste europäische Mars-Rover sein. Im Rahmen der "Rosalind Franklin Support and Augmentation" (ROSA) organisiert die NASA nicht nur den Flug, sondern liefert auch Bremsmotoren für die Landeplattform.

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Suche nach Leben

Benannt ist er nach der britischen Biochemikerin, deren Grundlagenforschung maßgeblich zum Verständnis von DNA und Viren beigetragen hat. Der Name weist dabei schon auf die Funktion des Rovers hin: Spuren von Leben auf dem Mars zu finden. 

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Dafür ist der Rover unter anderem mit Bohrern ausgestattet, die Proben in 2 Metern Tiefe nehmen können, wo biologisches Material vor der kosmischen Strahlung geschützt bleibt. Damit diese analysiert werden können, ohne dass man sie zur Erde bringen muss, liefert die NASA einen Massenspektrometer.

Der Rover und die Odyssee

Dass der Rover es überhaupt zum Mars schafft, grenzt inzwischen fast an ein Wunder. Einst sollte er 2009 starten, das Projekt verzögerte sich aber um Jahrzehnte. Zwischenzeitlich wurde in Erwägung gezogen, gemeinsam mit der NASA auf dem Mars zu landen. Die NASA-Landplattform sollte beide Rover auf die Oberfläche bringen. Die NASA zog sich aber 2012 aus der Vereinbarung zurück. 

Dadurch startete die Kooperation mit der russischen Weltraumagentur Roskosmos. Die lief mehrere Jahre sehr gut. Der erste Teil der ExoMars-Mission, der Trace Gas Orbiter (TGO), startete 2016. Die Sonde ist bis heute aktiv, analysiert Spurengase in der Marsatmosphäre und liefert Bilder der Oberfläche. 

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Zusammenarbeit mit Russland beendet

2022 war der Rover endlich fertiggestellt und sollte starten. Doch der Angriff Russlands auf die Ukraine sorgte dafür, dass die ESA die Zusammenarbeit beendete. Die beiden Instrumente, die Russland geliefert hatte, wurden entfernt. Erneut blieb der Rover ohne Mitfahrgelegenheit zum Mars auf der Erde, eingelagert bei Thales Alenia Space.

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Erneut wandte sich Europa an die USA und bat um Hilfe, den Rover zum Mars zu bringen. Dafür wurde 2024 eine Vereinbarung getroffen. Alles deutete darauf hin, dass ein durchführbarer Plan aufgestellt werden kann, bis die Trump-Administration die ESA erneut im Dunkeln ließ. Mit den geplanten Budget-Kürzungen für die US-Weltraumagentur sollte auch die ROSA-Unterstützungsmission gestrichen werden. Wieder musste die ESA um die Mission bangen. Doch die Budget-Kürzungen gingen nicht durch den Senat und die Mission wurde jetzt offiziell bestätigt.

Eigene Landeplattform

Bisher konnte die ESA noch nie erfolgreich am Mars landen. Die Landeplattform, die ursprünglich von Roskosmos geliefert werden sollte, wird jetzt in Europa gebaut. Unterstützung kommt vom Jet Propulsion Labortory der NASA, die bereits mehrere Rover sicher auf den Roten Planeten gebracht haben. 

Trotz der langen Verzögerung könnte der Rover bahnbrechende Entdeckungen machen. Kein Rover bisher ist mit der Technologie ausgestattet, so gezielt nach Leben bzw. Spuren vergangenen Lebens zu suchen. 

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