Symbolbild: Eine Frau liegt auf dem Bett und benutzt ihr Smartphone.

Symbolbild: Frau mit Smartphone

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Die besten Browser fürs Smartphone, von denen du noch nie gehört hast

Seit Jahren gilt Chrome bzw. Chromium als unangefochtene Nummer eins bei den Browsern. So extrem die Marktanteile für Google sein mögen: Es gibt Browser mit interessanten Features, die teils zu Unrecht nur wenig bekannt sind.

Wir stellen euch diese Browser vor:

  • Comet: iOS und Android
  • Ecosia:  iOS und Android
  • Orion: iOS
  • Vivaldi: iOS und Android
  • DuckDuckGo: iOS und Android
  • Fennec: Android

Comet

Als einer der ersten großen KI-Anbieter hat Perplexity mit Comet einen eigenen Browser zur Verfügung gestellt. Aufgebaut wie ein klassischer Browser, ist der Chatbot von Perplexity hier fest integriert. Besuchen wir Webseiten, unterscheidet sich Comet erstmal nicht von Firefox, Chrome und Co. Inhalte werden wie üblich dargestellt, auch in Sachen Geschwindigkeit kann man sich dank Chromium-Unterbau nicht beschweren.

Sind wir auf einer Webseite, können wir über die Eingabemaske am unteren Bildschirmrand Fragen stellen. Comet bezieht sich dabei auf die gerade sichtbare Webseite oder auf unsere Tabs und verarbeitet diese Inhalte auf unseren Wunsch. Zusammenfassungen, einzelne Details oder mehr Informationen abseits der Webseiten lassen sich so schnell und bequem generieren.

Nicht nur Text, auch Videos und Bilder können analysiert werden. Auf der Startseite von Comet lassen sich Widgets platzieren, die derzeit aber mehr der Optik als der Produktivität dienen. Neben Tracker-Blocker ist mittlerweile auch die Synchronisation von Chronik, Passwörtern, Tabs und mehr implementiert worden. Um den Assistenten nutzen zu können, ist aber weiterhin eine Anmeldung erforderlich.

Comet ist kostenlos für Android erhältlich. Der Release für iOS soll am 18. März stattfinden. 

Ecosia

Das als Suchmaschine gestartete Unternehmen Ecosia bietet seit einigen Jahren einen eigenen Browser an. Als „klimapositiver Browser“ wird dieser vom deutschen Unternehmen bezeichnet, setzt sich Ecosia doch für unterschiedlichste Klimaprojekte ein. Der auf Chromium (Android) und WebKit (iOS) basierende Browser lässt mit seiner Ausstattung kaum Wünsche offen.

Die hauseigene Suchmaschine ist bei Ecosia direkt integriert. Herzstück ist die „Homepage“, über die wir Schnellzugriff auf Lesezeichen, Chronik und Co. erhalten. Außerdem erhalten wir Informationen zu den gepflanzten Bäumen und Investitionen in Klimaprojekte. Wie genau die Homepage aussieht, lässt sich aber von uns anpassen.

Beim Browsen selbst sind es vor allem die kleinen Features, die auffallen. Ein Tracker-Blocker ist von Haus aus dabei, Add-ons können aber keine installiert werden. Dafür lässt sich bei Webseiten der Darkmode erzwingen, zudem können wir auf Wunsch personalisierte Ergebnisse bei der Suche ausgeben lassen. Ebenfalls vorhanden ist eine Option zum Ein- bzw. Ausblenden der KI-Zusammenfassungen am Anfang der Suche. 

Ecosia ist kostenlos für iOS und Android erhältlich.

Orion

Der von Kagi entwickelte Browser für iOS unterscheidet sich auf den ersten Blick nicht wirklich von Safari und Co. Erst der Blick in die Optionen fördert einen überraschenden Menüpunkt zu Tage: „Erweiterungen“.

Hier finden wir unter anderem beliebte Add-ons wie uBlock Origin, Consent-O-Matic, Dark Reader oder Violentmonkey. Diese können direkt installiert werden und sind sofort einsatzbereit. Kagi erlaubt uns darüber das Installieren von ausgewählten Firefox- und Chrome-Add-ons, was für iOS-Browser eine absolute Besonderheit ist. 

Die jeweiligen Einstellungen der Add-ons öffnen sich statt in einem Overlay auf einer eigenen Seite. Diese Ansicht ist gerade so angepasst, dass sie noch nutzbar sind. Der Funktion der Add-ons tut das aber keinen Abbruch. Neben diesem besonderen Feature bietet Orion das Übliche, von Sync bis zur Passwortverwaltung

Orion ist kostenlos für iOS erhältlich.

Vivaldi

Lange eher im Verborgenen unterwegs, rückt jetzt Vivaldi mehr in den Vordergrund. Denn das norwegische Unternehmen positioniert sich aufgrund des politischen Drucks aus den USA mehr denn je als europäische Alternative.

Während man unter der Haube, mit Ausnahme von iOS, auf Chromium setzt, hat man sonst die unternehmenseigenen Services implementiert. Und im Zuge der immer stärkeren Implementierung von KI-Features, die unter anderem bei Firefox stark kritisiert wurden, hat man sich gegen den Einsatz von „KI-Schnickschnack“ im eigenen Browser entschieden.

Ein zentrales Element ist zudem die Anpassbarkeit bei Layout und Design. Tracking-Blocker und Übersetzer sind von Haus aus integriert. Wer Vivaldi auf mehreren Endgeräten verwendet, kann den vom Unternehmen bereitgestellten Sync-Service verwenden, der neben Tabs und Lesezeichen auch Einstellungen, Passwörter und Chronik verschlüsselt übertragen soll. 

Vivaldi ist kostenlos für iOS und Android erhältlich.

DuckDuckGo

DuckDuckGo ist den meisten, wenn überhaupt, durch seine auf Privatsphäre getrimmte Suchmaschine bekannt. Das Unternehmen bietet aber schon seit einigen Jahren auch einen eigenen Browser an. Herzstück ist natürlich die hauseigene Suche. DuckDuckGo fettet seine App aber noch mit einigen weiteren Services auf.

So lässt sich beispielsweise Duck.ai, der private AI-Chat von DuckDuckGo, ebenfalls direkt aus dem Browser verwenden. Auch VPN und Identitätsservice sind fest integriert, hier wird jedoch ein Abonnement vorausgesetzt.

Aufgrund der Privatsphäre-Ausrichtung ist man beim Tracker-Blocking etwas aggressiver unterwegs. Der „Fire-Button“ vernichtet Tabs und Browserdaten zudem auf Knopfdruck, wenn unsere Spuren verschwinden sollen. 

DuckDuckGo ist kostenlos für iOS und Android erhältlich.

Fennec

Eine besondere Erwähnung ist Fennec wert. Wie auch in dieser Übersicht ersichtlich, basiert die überwältigende Mehrheit der Browser auf Chromium, bei iOS ist bis heute WebKit die einzige Möglichkeit. Für Android gibt es aber zumindest ein paar Alternativen, die auch Mehrwert bieten.

Fennec basiert auf Firefox und hat sich vor allem auf datenschutzorientierte Nutzerinnen und Nutzer spezialisiert. Konkret entfernt Fennec einige Komponenten von Firefox, die regelmäßig kritisiert werden. Darunter etwa das Übermitteln von Diagnose- bzw. Telemetriedaten.

Darüber hinaus hat sich der Browser von Googles Play-Diensten und Firebase abgekapselt, um Google so weit wie möglich fernzuhalten. Wie auch Firefox unterstützt Fennec Add-ons, um Erweiterungen wie uBlock Origin oder Dark Reader installieren zu können. 

Fennec ist kostenlos für Android erhältlich.

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Amir Farouk

Early-Adopter. Liebt Apps und das Internet of Things. Schreibt aber auch gerne über andere Themen.

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