B2B
13.03.2011

CD-Produktion vor dem Ende

Bertelsmann-Tochter Avarto stellt Weichen für die Zeit nach der Compact Disc

Die CD-Produktion in großer Stückzahl steht nach Einschätzung von Rolf Buch, dem Chef der Dienstleistungstochter Avarto von Europas größtem Medienkonzern Bertelsmann, "perspektivisch vor dem Ende".  „Bis etwa 2020 werden die Pressen sicher noch laufen. "CDs als Nischenprodukt wird es noch länger geben, genau wie heute auch noch Vinyl-Schallplatten verkauft werden“, sagte Buch der „Wirtschaftswoche“.

Arbeitsplätze sollen erhalten bleiben
Avarto beschäftigt derzeit rund 300 Mitarbeiter in der CD-Fertigung. Die Arbeitsplätze sollen laut Buch erhalten bleiben. „Wenn man mit entsprechendem Vorlauf die Weichen stellt, ist die Aufgabe zu lösen.“, sagte Buch dem Magazin. Die entfallenden Umsätze sollen durch andere Dienstleistungen aus den Bereichen Ton und Bild kompensiert werden, etwa durch die Abwicklung von Bezahlprozessen oder in der digitalen Distribution.

CD-Verkauf seit Jahren rückläufig
Der Verkauf von CDs geht seit Jahren zurück und macht in vielen Teilen der Welt noch immer den Löwenanteil der Umsätze aus dem Tonträgergeschäft aus. Weltweit erreichte das digitale Musikgeschäft mit Downloads und Streaming-Angeboten 2010 einen Anteil von 29 Prozent an den Gesamtumsätzen der Tonträgerindustrie. In Österreich betrug der Anteil Digitalmarktes im vergangenen Jahr 15 Prozent des Gesamtmarktes.

Mehr zum Thema