Nr. 9: Facebook. Land: USA. Sparte: Internet. Börsengang: 2012. Volumen: 16 Mrd. Dollar

© dapd

Börse
01/30/2014

Facebook-Aktie explodiert nach Quartalsbericht

Im Frühhandel der New Yorker Börse hat die Facebook-Aktie teilweise um über 15 Prozent zugelegt und den Rekordwert von 62 US-Dollar erreicht.

Facebook ist der Durchbruch bei der Werbung auf Smartphones und Tablets gelungen: Im Schlussquartal 2013 nahm das weltgrößte Online-Netzwerk erstmals mehr mit Anzeigen auf mobilen Geräten als auf herkömmlichen Computern ein. Der Konzernumsatz sprang überraschend stark um fast zwei Drittel auf 2,6 Milliarden Dollar - allein aus dem Werbegeschäft kamen mehr als 2,3 Milliarden. Damit liegt die Messlatte für Konkurrenten wie Google und Twitter hoch. Die Anleger stürzten sich am Donnerstag auf Facebook-Aktien und trieben den Kurs auf ein Rekordhoch. Die Papiere sprangen zu Handelsbeginn in den USA um 15 Prozent auf mehr als 61 Dollar. Damit lag der Marktwert des US-Konzerns bei über 135 Milliarden Dollar.

Twitter-Aktien verteuerten sich im Sog der guten Facebook Zahlen um sieben Prozent. „Sie haben den Code im Mobil-Geschäft geknackt“, kommentierte Analyst Arvind Bhatia vom Handelshaus Sterne, Agee & Leach die Facebook Bilanz. Nach dem holprigen Börsengang im Mai 2012 waren bei vielen Investoren Zweifel am Geschäftsmodell aufgekommen, weil das Unternehmen kaum Geld mit Werbung auf mobilen Geräten verdiente und keine Lösungen zu haben schien. Das drückte lange auf den Aktienkurs. Mittlerweile gelingt es den Kaliforniern aber immer besser, Anzeigen in den Nachrichtenfluss auf den persönlichen Seiten seiner 1,23 Milliarden Nutzer einzuspeisen - und das für viele sogar relativ unauffällig. Firmenchef Mark Zuckerberg will aber keine Mitglieder mit zu vielen bunten Anzeigen in die Flucht treiben und deswegen die Frequenz auch künftig nicht erhöhen.

Preis pro Anzeige fast verdoppelt

Je genauer die Anzeige auf den Kunden zugeschnitten ist, desto mehr Geld kann das Unternehmen verlangen: Während der durchschnittliche Preis im vergangenen Jahr bei Facebook um 92 Prozent in die Höhe schoss, sank die Zahl der geschalteten Werbung um acht Prozent. Entsprechend stark steigerte der Konzern seinen Nettogewinn im vierten Quartal auf 523 Millionen Dollar. Im Vorjahreszeitraum waren es lediglich 64 Millionen Dollar. Google will seine jüngste Bilanz am Donnerstagabend vorlegen, Twitter folgt am nächsten Mittwoch. Facebook wird 2014 zehn Jahre alt und hat zuletzt viel investiert, um auch künftig im Wettbewerb mit jüngeren Anbietern wie Snapchat und WhatsApp das Tempo vorzugeben.

Kurz vor dem Börsengang erwarb Facebook beispielsweise den Fotodienst Instagram - noch heute ein Garant für den Zustrom junger Nutzer, die im Visier der Werbekunden stehen. Um diese zu binden, wurde jüngst auch der Messenger-Dienst umgebaut. Interessant für die Werbewirtschaft ist, dass Facebook-Mitglieder zuletzt häufiger auf den Dienst zugriffen. So besuchten im vierten Quartal 61,5 Prozent täglich das Online-Netzwerk, vor einem Jahr waren es nur 58,3 Prozent. Die Verbesserung hängt vor allem damit zusammen, dass Facebook über Smartphones und Tablets ständig erreichbar ist. Rund 945 Millionen Nutzer greifen so auch regelmäßig von unterwegs auf den Dienst zu - mehr als eine halbe Milliarde davon sogar täglich.

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