B2B
06.08.2018

Hunderte verloren wegen Computerfehler ihre Häuser

Die US-Bank Wells Fargo gab einen Softwarefehler zu, aufgrund dessen 400 Personen ihre Häuser verloren haben.

Wells Fargo, die drittgrößte US-Bank, hat den Bug in einem Bericht an die US-Börsenaufsicht SE offengelegt. Ebenfalls im Bericht ist eine Ermittlung von US-Behörden gegen Wells Fargo erwähnt, bezüglich des Verhaltens der Bank bei Wohnraumförderungsprogrammen für Kunden mit einem niedrigen Einkommen.

Der Computerfehler verhinderte, dass die Hypothekenraten für Kunden angepasst wurden, die aufgrund ihrer finanziellen Situation Anrecht auf staatliche Unterstützung hatten. Zwischen April 2010 und Oktober 2015 sollen 625 Kunden davon betroffen gewesen sein. Etwa 400 davon haben tatsächlich ihrer Häuser verloren, weil sie die Raten nicht mehr bezahlen konnten.

Gegenüber CNN sagt Wells Fargo, dass es nicht eindeutig sei, ob es einen direkten Zusammenhang zwischen dem Computerfehler und dem Verlust der Häuser der Kunden gibt. Dennoch hat die Bank acht Millionen US-Dollar zur Seite gestellt, um die Betroffenen zu entschädigen.

Hohe Strafen

Wells Fargo wurde erst vergangene Woche zu einer Strafe von 2,09 Milliarden US-Dollar verurteilt. Der Grund dafür war die Vergabe von Hypothekendarlehen, bei denen die Bank wusste, dass sie falsche Informationen über das Einkommen enthielten.

Im Juni warf die SEC der Bank vor, mit komplexen Investitionsangeboten einfache Bürger auszunutzen, die keine Erfahrung auf diesem Gebiet haben. Im April musste Wells Fargo eine Strafe von einer Milliarde US-Dollar zahlen, wegen verschiedener Vergehen im Geschäft mit Baudarlehen und Autoversicherungen.