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B2B
02/07/2019

Trotz mehr Gewinn: Sonos-Aktie stürzt ab, weil Finanz-Chef geht

Der Hersteller vernetzter Lautsprecher hatte eigentlich ein gutes Weihnachtsquartal, doch kleine Details verunsicherten die Anleger.

Für den Anbieter vernetzter Lautsprecher Sonos ist der Fokus auf günstigere Modelle mit integrierten Sprachassistenten im vergangenen Weihnachtsgeschäft aufgegangen. Der Umsatz legte im Jahresvergleich um sechs Prozent auf 496 Millionen Dollar (435,32 Mio. Euro) zu.

Der Gewinn wuchs in dem Ende Dezember abgeschlossenen ersten Geschäftsquartal um 35 Prozent auf 61,7 Millionen Dollar, wie Sonos nach US-Börsenschluss am Mittwoch mitteilte.

Einen besonders starken Sprung machte Sonos zufolge die Soundbar Beam, dank der die Erlöse im Heimkino-Segment um 45 Prozent auf 210,3 Millionen Dollar zulegten. Bei gewöhnlichen Lautsprechern sank der Umsatz dagegen um 17 Prozent auf knapp 226 Millionen Dollar. Das lag unter anderem daran, dass die Käufer verstärkt zum Lautsprecher Sonos One mit Amazons Sprachassistentin Alexa an Bord griffen - statt zu teilweise mehr als doppelt so teuren anderen Sonos-Modellen.

Skepsis unter Anlegern

Anleger alarmierte, dass Sonos aus dem Weihnachtsquartal mit Lagerbeständen für zehn bis zwölf Verkaufstage mehr als erwartet hervorging. Das weist auf eine Nachfrage-Delle hin - und die wurde vor allem in Europa deutlich. Im Heimatmarkt USA legte der Umsatz währungsbereinigt um mehr als zwölf Prozent zu, in Europa dagegen nur um 2,5 Prozent.

Hierzulande seien günstige Lautsprecher besonders stark gefragt gewesen, räumte Sonos ein. Amazon und Google hatten im Weihnachtsgeschäft stark ihre hauseigenen vernetzten Lautsprecher die mit Preisen ab 50 Euro deutlich günstiger als die Sonos-Modelle sind. In der untersten Preisklasse ist zum Beispiel Amazons Gerät Echo Dot immer noch auf mehrere Wochen ausverkauft.

Auch der Abschied des langjährigen Finanzchefs Mike Giannetto beunruhigte Anleger. Giannetto sagte, er wolle im Laufe des Jahres das Unternehmen verlassen, sobald ein Nachfolger für die CFO-Position gefunden wurde. Die Aktie verlor im nachbörslichen Handel zeitweise mehr als 15 Prozent.