B2B
14.05.2013

Twitter und ESPN vertiefen Partnerschaft

Disneys Sportkanal will Highlight-Videos von Fußball, College Football oder X Games Veranstaltungen sofort nach der TV-Übertragung am Kurznachrichtendienst veröffentlichen. Twitter-Postings werden stärker in Sendungen integriert. Außerdem übernimmt Twitter das Datenvisualisierungs-Startup Lucky Sort.

Neben den Sport-Clips von ESPN auf Twitter sollen Werbungen eingeblendet werden. Sportevent-Sponsoren werden außerdem verpflichtet, bei Twitter "promoted tweets" zu bestellen und damit das ESPN-Twitter-Gesamtpaket zu bewerben. Die neu verkündete engere Zusammenarbeit mit dem Sportkanal, der zum Disney-Konzern gehört, ist für Twitter ein weiterer Schritt in Richtung verstärkte Kollaboration mit TV-Sendern.

Wie das Wall Street Journal berichtet, versucht sich Twitter damit klar von Facebook abzuheben. Das Image als Portal, auf dem Nachrichten erscheinen, sobald sie passieren, soll dadurch gefestigt werden. Außerdem geht es um Einnahmen aus dem Werbetopf für TV-Spots, der weltweit jährlich auf 350 Milliarden Dollar geschätzt wird.

In einem Versuchslauf für das neue Arrangement, der im Dezember gestartet wurde, zeigte ESPN College Football Spiele auf Twitter und Ford kaufte Werbeplätze auf dem Fernsehsender und dem Kurznachrichtendienst, um die Veranstaltungen und sein Sponsoring zu bewerben.

Big Data Analyse
TechCrunch berichtet, dass Twitter außerdem das Datenvisualisierungs-Start-Up Lucky Sort übernommen hat. Das Jungunternehmen aus Portland, Oregon, ist auf die Analyse von "Big Data" spezialisiert. Mit seinem ersten Produkt namens TopicWatch können Ströme von Social-Media-Postings, Nachrichten und Kommentaren in Echtzeit analysiert und zusammengefasst werden - etwa zur Erforschung allgemeiner Befindlichkeiten und Einstellungen.

Lucky Sort will seine Dienste in den kommenden Monaten einstellen. Ein Teil des Teams wechselt zu Twitter. Die Lucky-Sort-Technologie will Twitter angeblich für andere Funktionen als bisher nutzen. Das Startup fällt in eine Reihe jüngerer Twitter-Akquisitionen bei datenfokussierten Unternehmen.

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