Als Gefahr mit dem fünftgrößten Einfluss auf die Welt wird jene durch einen Zusammenbruch der Internet-Infrastruktur gesehen.

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Cyberangriffe
02/21/2013

USA: Hartes Vorgehen gegen Industriespionage

Die USA wollen härter gegen Industriespionage und Cyberangriffe vorgehen. Als Gegenmaßnahmen werden in einem Regierungsbericht diplomatische Schritte sowie Handelsbeschränkungen gegen ausländische Produkte genannt, bei denen Industriespionage im Spiel ist.

Präsident Barack Obama betont seit längeren die Bedeutung des Kampfs gegen Cyberattacken vor allem von chinesischen Hackern, die Daten von US-Firmen ausspähen. „Die Regierung wird mit Nachdruck den Diebstahl amerikanischer Industriegeheimnisse bekämpfen, die durch ausländische Firmen oder Regierungen genutzt werden könnten, um unfaire Wettbewerbsvorteile über US-Unternehmen zu erhalten“, sagte Victoria Espinel, die den Kampf gegen Cyberangriffe koordiniert, am Mittwoch in Washington.

Neue Dimension durch Cyberangriffe
China wird in dem am Mittwoch veröffentlichten Regierungsbericht (PDF) 188 Mal genannt, Russland 45 Mal. Auch Indien wird erwähnt. Justizminister Eric Holder betonte die neue Dimension der Industriespionage durch Cyberangriffe. „Ein Hacker in China kann sich Software-Informationen von einer Firma aus Virginia besorgen, ohne seinen Schreibtisch zu verlassen.“

Nach einer Welle spektakulärer Cyberattacken hatten US-Sicherheitsexperten erst am Dienstag Vorwürfe gegen chinesische Behörden verschärft. Für viele aufsehenerregende Angriffe der vergangenen Jahre sei eine in Shanghai angesiedelte Spezialabteilung der chinesischen Armee verantwortlich, heißt es in einem Bericht der Sicherheitsfirma Mandiant. Sie half zuletzt unter anderem der „New York Times“, ihr Netzwerk nach Angriffen wieder sicher zu machen.

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