TikTok wird in den USA als Sicherheitsrisiko gesehen

© APA - Austria Presse Agentur

B2B
08/19/2020

USA: Oracle soll an TikTok-Kauf interessiert sein

Donald Trump nannte Oracle ein "großartiges Unternehmen". Bisher galt Microsoft als aussichtsreichster Kandidat für den Kauf.

Nachdem US-Präsident Donald Trump TikTok eine Frist von 90 Tagen ausgesprochen hat, um sich von allen Nutzerdaten aus den USA zu trennen, gibt es derzeit ein Bieterrennen um das US-Geschäft des chinesischen Kurzvideodienstes. Nun soll Insidern zufolge auch Oracle eingestiegen sein. Der amerikanische Softwarekonzern habe sich einigen Investoren des TikTok-Eigners ByteDance wie General Atlantic und Sequoia angeschlossen, sagten mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters.

Sie seien an den Nordamerika-Aktivitäten sowie dem Geschäft in Australien und Neuseeland interessiert und bereiteten derzeit ein Angebot vor. Damit würden sie dem weltgrößten Softwarekonzern Microsoft Konkurrenz machen, der bisher als aussichtsreichster Kandidat für den Zuschlag gilt. Allerdings hatte Bill Gates einen möglichen Deal skeptisch entgegengeblickt, da Microsoft keine Erfahrung mit sozialen Netzwerken hat. Dem Kurznachrichtendienst Twitter, der auch Interesse signalisiert haben soll, werden hingegen kaum Chancen zugerechnet.

Sorge um Nutzerdaten

US-Präsident Donald Trump hat ByteDance aufgefordert, TikToks US-Geschäft innerhalb von 45 Tagen zu veräußern. Zudem solle das US-Finanzministerium bei der Übernahme einen finanziellen Vorteil erhalten. Die US-Regierung sorgt sich um einen Missbrauch der Nutzerdaten und will TikTok sowie WeChat vom chinesischen Technologieriesen Tencent verbieten.

Oracle-Mitgründer Larry Ellison ist einer der wenigen hochrangigen Manager eines Technologiekonzerns, der Trump offen unterstützt. "Ich denke, Oracle ist ein großartiges Unternehmen", sagte Trump während eines Besuchs in Yuma im Bundesstaat Arizona. Für Oracle würde ein solcher Zukauf eine strategische Neuausrichtung darstellen. Bisher erwirtschaftet der US-Konzern den Großteil seiner Einnahmen mit Software-Lizenzen und Cloud-Anwendungen. Die "Financial Times" hatte als erstes über das Interesse von Oracle berichtet.

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