Ein Mann in der Londoner U-Bahn trägt Dyson-Kopfhörer mit Luftreinigungsmaske.
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Digital Life

7 Dinge aus der Tech-Welt, die 2025 gestorben sind

Nichts währt ewig und schon gar nicht Geräte, Technologien oder Services. Auch 2025 mussten wir uns wieder von zahlreichen Dingen verabschieden. Hier eine kleine Zusammenstellung und ein paar Nachrufe, ohne Anspruch auf Vollständigkeit. 

Skype

Skype machte IP-Telefonie (VoIP) und Videocalls zu einem Massenphänomen. Abertausende nutzten es, um über Ländergrenzen hinweg kostengünstig zu kommunizieren.

Seine Hochphase hatte Skype vor allem in den späten 2000ern und frühen 2010ern: 2005 wurde der Dienst von eBay für 2,6 Milliarden US-Dollar übernommen, und bis April 2010 wuchs Skype auf rund eine halbe Milliarde Nutzer weltweit an. Es war so populär, dass „skypen“ sogar in den Duden aufgenommen wurde.

2011 kaufte Microsoft Skype schließlich für 8,5 Milliarden US-Dollar. Das Unternehmen integrierte den Dienst dann zunehmend ins eigene Ökosystem, ersetzte damit den Windows Live Messenger und band Skype später auch in die Office-Suite ein. 

Mit Corona rückten allerdings Dienste wie Zoom oder Google Meet an die Stelle von Skype. Und mit Teams kannibalisierte Microsoft seinen Dienst sogar selbst. Am 5. Mai 2025 wurde Skype nun endgültig eingestellt.

➤ Mehr lesen: Mit Skype ist es endgültig vorbei

Dyson Zone

Kaum zu glauben, dass bei diesem Produkt jemals jemand gedacht hat, das sei eine gute Idee. Der Dyson Zone ist ein kombinierter Kopfhörer und Luftreiniger, der sowohl Geräuschunterdrückung als auch Luftreinigung bietet. 

Das Gerät funktioniert folgendermaßen: 2 Motoren ziehen Luft durch einen Aktivkohle-Filter, bevor sie gereinigt durch ein vorderes Visier um Mund und Nase geleitet wird. Dadurch wird versucht, eine Zone zu schaffen, in der die Luft sauber bleibt. 

900 Euro hat man zum Marktstart dafür verlangt. Und das für ein Gerät, bei dem man sich echt gut überlegen muss, ob man sich damit auf die Straße traut. Und selbst wenn, mit einer Akkulaufzeit von 4,5 Stunden geht sich nicht einmal eine längere Zugfahrt oder gar ein Flug aus. Obwohl der Zone nach Beginn der Pandemie auf den Markt kam, war er nie für die Abwehr von Viren gedacht. Dyson bewarb ihn auch nie mit Schutz vor Dingen wie Covid

2025 kam es nun, wie es kommen musste, der Verkauf des Dyson Zone wurde eingestellt. Restlagerbestände findet man heute um rund 250 Euro

➤ Mehr lesen: Dyson bringt Kopfhörer mit eingebautem Luftreiniger

The Line

Auch dieses Projekt fällt unter die Kategorie, kaum zu glauben, dass das jemals jemand für eine gute Idee hielt. 500 Meter hoch und 170 Kilometer lang sollte sich die Bandstadt The Line durch die Wüste Saudi-Arabiens erstrecken. Millionen Menschen sollten durch einen Hochgeschwindigkeitszug miteinander verbunden werden, die Außenseite verspiegelt, was eine Optik wie aus einem Science-Fiction-Film erzeugt hätte. 

„Das klingt ein bisschen, als würden sich technikbegeisterte 13-Jährige überlegen, was sie machen würden, wenn sie Onkel Dagoberts Fantastilliarden geschenkt bekämen“, schrieb futurezone-Kolumnist Florian Aigner dazu und traf es sehr schön auf den Punkt. 

Trotz vieler Zweifel über die Machbarkeit, Sinnhaftigkeit und Menschenrechtsverletzungen beim Umsiedeln von Bevölkerung, lief der Bau zur Überraschung vieler tatsächlich an. Im Zuge dessen kam es aber zu zahlreichen Verzögerungen und Kostenüberschreitungen. 

2025 passierte schließlich das Unausweichliche und die saudische Regierung zog die Notbremse. Das Projekt gilt seitdem als gestoppt, die Zukunft ungewiss. 

➤ Mehr lesen: 5 Gründe, warum The Line gescheitert ist

Windows 10

„Die Gerüchte über meinen Tod sind stark übertrieben“ könnte Windows 10 sagen, wenn man sich die Statistik der aktuellen Betriebssystem-Nutzung bei Statcounter ansieht. Und dennoch: Microsoft hat den offiziellen Support für Windows 10 am 14. Oktober 2025 offiziell eingestellt. 

Weil das Betriebssystem aber so beliebt ist, hat Microsoft seinen Nutzern noch eine Galgenfrist gewährt. Im Rahmen des ESU-Programms (Extended Support Updates), ermöglicht das Unternehmen, noch ein weiteres Jahr mit Updates versorgt zu werden. EU-Nutzer können das gratis in Anspruch nehmen. 

Ohne ESU stellt Microsoft keine technischen Unterstützungen, Funktionsupdates und vor allem keine Sicherheitsupdates mehr bereit. Das bedeutet, dass neu entdeckte Sicherheitslücken in Windows 10 nicht mehr geschlossen werden, wodurch Nutzer einem höheren Risiko für Viren, Schadsoftware und Cyberangriffe ausgesetzt sind.

Windows 10 wurde von Microsoft am 30. September 2014 erstmals präsentiert, und dann ab dem 29. Juli 2015 offiziell ausgerollt. Es entwickelte sich zu einem großen Erfolg, vor allem, weil es von Microsoft immer wieder mit neuen Funktionen ausgestattet wurde. 

➤ Mehr lesen: Microsoft verlängert Windows-10-Support in EU gratis

Apples Home Button

Im Frühling erschien mit dem iPhone 16e der Nachfolger des iPhone SE, das damit in Rente geschickt worden ist. Das iPhone SE war das letzte iPhone, das noch mit dem charakteristischen Home-Button ausgestattet war. Apple hat also auch dieses ikonische Bedienelement in Rente geschickt. 

Der Apple Home Button war seit dem ersten iPhone (2007) das zentrale Bedienelement für die Navigation. Mit ihm kehrt man jederzeit zum Homescreen zurück. Ab dem iPhone 5s (2013) integrierte Apple dort zusätzlich Touch ID, also das Identifizieren per Fingerabdruck. Mit dem iPhone X (2017) begann Apple, den Home Button zugunsten von Gestensteuerung und Face ID schrittweise abzuschaffen.

Der Home Button wurde auch in iPads integriert, wo er mittlerweile ebenfalls Geschichte ist. Heute hat Apple kein Gerät mehr im regulären Verkauf, das mit einem Home-Button kommt. 

➤ Mehr lesen: iPhone 16e im Test: Apple hat keine Konkurrenz

3G in Österreich

Lange galt 3G als Goldstandard für mobiles Internet. 2025 wurde dieses Kapitel in Österreich geschlossen, alle 3G-Netze sind mittlerweile abgeschaltet. An ihre Stelle rücken die neueren Standards 4G und 5G. 

Eingeführt wurde 3G im Jahr 2002. Es war der erste Standard, der eine flächendeckende Datengeschwindigkeit von 10 bis 15 Mbit/s und damit eine mobile Breitbandversorgung ermöglichte. 

Am Markt hat die Technologie bis heute ihre Spuren hinterlassen. So war der Provider Drei, der im Jahr 2003 gegründet wurde, der erste, der ein reines 3G–Netz betrieben hat - daher der Name. Österreich ist nicht das einzige Land, das sich von 3G verabschiedet hat. In Deutschland wurde die Abschaltung bereits 2021 abgeschlossen.

➤ Mehr lesen: Das ist Österreichs bestes Mobilfunknetz 2025

Mehrere Mobilfunkantennen sind an einem grünen Stahlmast vor blauem Himmel montiert.

Google Chromecast

Der Google Chromecast war eines der ersten Geräte, mit dem man Inhalte von seinem Smartphone, Tablet oder Laptop unkompliziert auf einen Fernseher übertragen konnte. 2013 wurde er erstmals vorgestellt, 2025 kam nun sein Ende.

Bereits 2023 wurde bekannt, dass Chromecast vom Google-TV-Streamer abgelöst wird. Schon 2024 hat Google die Produktion deswegen gestoppt. 2025 wurden offenbar auch die letzten Geräte aus dem Lager von Google verkauft. Im Onlinestore sind seit Februar weder der Google Chromecast 4K noch der Google Chromecast HD verfügbar. 

Einzelne Restposten findet man nur noch bei Drittanbietern. Und das zum Teil zu absurden Preisen

➤ Mehr lesen: Endgültiges Aus für Googles Chromecast gekommen

Googles Chromecast soll bald Geschichte sein.

Googles Chromecast soll bald Geschichte sein.

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Thomas Prenner

ThPrenner

KURIER-futurezone Chefredakteur. Beschäftigt sich viel mit Dingen, die man täglich nutzt und schreibt darüber. Sitzt außerdem gerne am Fahrrad.

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Thomas Prenner

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