Ein Airbus A380 steht auf einem Flugplatz, während zwei Personen im Vordergrund vorbeigehen.

Der 3. Prototyp F-WWDD im Museum Aeroscopia in Toulouse.

© APA/AFP/ED JONES / ED JONES
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Digital Life

Erster Prototyp des A380 fliegt wieder

Vom Super-Jumbo Airbus A380 wurden insgesamt nur 254 Stück gebaut. Der allererste davon mit der Seriennummer 001 und der Kennung F-WWOW ist nun nach mehrmonatiger Pause wieder abgehoben. Davon berichtet Aero Telegraph.

Nachdem er zuletzt im Juli 2025 Testflüge absolviert hatte, blieb der Riesen-Jet seitdem am Boden. Am 25. März 2026 hob die 21 Jahre alte Maschine nun wieder vom Airbus-Werk in Toulouse ab. Wie Daten auf Flightradar24 zeigen, drehte die Maschine eine rund 2-stündige Runde, bevor sie wieder am Ausgangsflughafen landete. 

F-WWOW war das erste Exemplar des Fliegers, das jemals abgehoben ist. Am 27.4.2005 fand damit der Jungfernflug des A380 statt. Der Prototyp wurde danach zum Testflugzeug von Airbus. 

5 Prototypen

Die volle Typenbezeichnung der ersten 4 gebauten A380 lautet A380-841. Daneben gab es einen weiteren Prototyp mit der Bezeichnung A380-861. Während Maschine 1 nun wieder fliegt, stehen 2 und 3 heute in Museen.

Die letzten beiden gebauten Prototypen wurden schlussendlich zu Kundenmaschinen umgerüstet und an Emirates übergeben. Eine davon ist am Flughafen Dubai-World Central eingelagert, die andere fliegt bei der Airline bis heute. 

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Testplattform

Obwohl die Produktion des A380 bereits seit 2021 eingestellt ist, nutzt Airbus den allerersten A380 als Testplattform für neue Technologien. Eine davon ist etwa ein "nacktes Triebwerk". 

➤ Mehr lesen: Revolutionäres Triebwerk soll schon 2029 am A380 abheben

Ein Triebwerk des Projekts TAKE OFF könnte 2029 am A380 abheben. Sein Design mit 4 Triebwerken ermöglicht es sicher eines durch die neuartige Variante zu ersetzen, ohne Redundanz aufzugeben. Selbst wenn das Testtriebwerk während des Fluges ausfällt, sorgen die anderen 3 Triebwerke für einen problemlosen Weiterflug. 

Ein weiterer Vorteil ist die Größe des A380. Dadurch hat man außen genug strukturelle Stärke und viel Bodenfreiheit für Anbauten. Und im Inneren ist genug Platz für Messequipment und andere Technologien. 

Keine Weiterentwicklung des A380 selbst

Der A380 wird von Airbus aufgrund des Produktionsstopps nicht mehr weiterentwickelt. Emirates ist der weltweit größte Betreiber des A380 mit 116 Stück, die derzeit "In Service" sind. Insgesamt hat die Airline 121 Stück bestellt. Damit ging fast die Hälfte aller jemals gebauten A380 (254) an die Airline. 

Bei Emirates will man sich jedenfalls nicht so schnell vom Superjumbo verabschieden. So wird er wohl noch mindestens bis in die 2040er-Jahre im Einsatz bleiben.

Emirates investiert derzeit 6 Milliarden US-Dollar in ein Retrofit-Programm für ihre gesamte A380-Flotte. Retrofit bedeutet die Nachrüstung, Modernisierung oder Umrüstung bestehender Maschinen.

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180 Stück im Dienst

Wie viele A380 insgesamt weltweit noch fliegen, ist nicht ganz klar. Vor knapp einem Jahr sprach Airbus von 180 Stück, die noch im Dienst seien. Vermutlich ist die Zahl mittlerweile geringer.

In seiner Geschichte kam es beim A380 noch nie zu einem Totalschaden (Hull Loss). Dennoch wurden bereits mehrere Exemplare aus wirtschaftlichen Gründen entweder ausgeschlachtet oder stillgelegt, also irgendwo geparkt. 

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Thomas Prenner

ThPrenner

KURIER-futurezone Chefredakteur. Beschäftigt sich viel mit Dingen, die man täglich nutzt und schreibt darüber. Sitzt außerdem gerne am Fahrrad.

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