Ein großes Passagierflugzeug mit ausgefahrenem Fahrwerk fliegt niedrig über Bäumen im Anflug.
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A380 bringt dahinter fliegende A320 in Turbulenzen: Verletzte

Bei einem Linienflug der Fluggesellschaft Eurowings von Griechenland nach Deutschland ist es zu einem Zwischenfall durch sogenannte Wirbelschleppen (Wake Turbulence) gekommen. Betroffen war ein A320, der von Rhodos zum Flughafen Köln unterwegs war. Der Vorfall ereignete sich an einem Samstag, dem 30. Mai, im Luftraum von Sarajevo.

Bei Wirbelschleppen handelt es sich um verwirbelte Luft, ausgelöst durch eine davor fliegende Maschine. Je größer und schwerer die Maschine, desto intensiver ist die sogenannte Wake Turbulence. Im konkreten Fall wurde sie nicht nur von einem großen, sondern sogar vom allergrößten aller Passagierjets ausgelöst, einem Airbus A380 von Emirates. 

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Während Steigflug

Wie aus einem Bericht des Branchenportals Aviation Herald hervorgeht, passierte das Unglück während einer Steigflugphase. Die Eurowings-Maschine mit der Flugnummer EW635 flog zunächst auf einer Reiseflughöhe von 36.000 Fuß (FL360)

Nachdem die Freigabe für den Steigflug auf 38.000 Fuß (FL380) erteilt worden war, stieß das Flugzeug bei einer Höhe von 37.600 Fuß (FL376) unerwartet auf die Wirbelschleppen des Emirates-Fluges EK1, der vom Dubai International Airport zum Flughafen London Heathrow unterwegs war. Die Erschütterung war so heftig, dass 4 Passagiere und ein Flugbegleiter gegen die Kabinendecke geschleudert wurden. Alle Personen erlitten bei dem Vorfall Verletzungen. 

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Flug konnte fortgesetzt werden

Als unmittelbare Reaktion auf die Turbulenzen leiteten die Piloten der Eurowings-Maschine einen raschen Sinkflug ein. Den verletzten Fluggästen und dem Besatzungsmitglied wurde an Bord Erste Hilfe geleistet. Der Kapitän entschied daraufhin, dass das Flugzeug den Flug zum Zielort Köln fortsetzen kann. 

Nach der Landung wurde die Maschine direkt am Gate von medizinischen Rettungskräften empfangen, welche die Verletzten in ein lokales Krankenhaus transportierten. Die Maschine wurde anschließend einer technischen Inspektion unterzogen. Zudem wurden die Aufzeichnungen des Flugdatenschreibers sowie der Stimmrekorder gesichert. 

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Mindestabstand eingehalten

Wake Turbulence kann durchaus noch gefährlicher werden. So kam es in der Vergangenheit bereits mehrfach zu Abstürzen, bei denen das Phänomen ein entscheidender Faktor war. Ein besonders schwerer Fall war etwa American-Airlines-Flug 587. Dabei kamen 265 Menschen ums Leben. 

Um das zu verhindern, müssen Flugzeuge bestimmte Mindestabstände einhalten. Im konkreten Fall wurde der notwendige Grenzwert laut einem Bericht bei Simple Flying zwar eingehalten, was den Zwischenfall jedoch nicht verhinderte.

Die Internationale Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) schreibt für die Sicherheit im Luftraum genaue Richtlinien vor: Wenn sich ein Airbus A320 hinter einem Großraumflugzeug vom Typ A380 auf derselben Flughöhe oder innerhalb eines vertikalen Abstands von 1.000 Fuß (304 Meter) befindet, muss der horizontale Mindestabstand mindestens 7 Seemeilen (12,9 Kilometer) betragen. Bei dem aktuellen Zwischenfall war der A380 7,6 Seemeilen (14 km) vor dem A320. 

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