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Digital Life
11/12/2020

Bewegungsdaten zeigen nur leichten Mobilitätsrückgang im Lockdown

Der Rückgang bei der Mobilität der Österreicher ist laut Google deutlich schwächer als beim ersten Lockdown im Frühjahr.

Die vom US-Internetkonzern Google veröffentlichten Bewegungsdaten lassen darauf schließen, dass die seit 3. November geltenden Maßnahmen zu einem Rückgang der Mobilität in Österreich geführt haben. Allerdings ist der Einbruch vor allem an Arbeitsstätten deutlich weniger dramatisch als beim ersten „Lockdown“ im März. Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) hatte die Reduktion der „Bewegungsintensität“ am Donnerstag als ein Ziel der Coronamaßnahmen genannt.

Die „Community Mobility Reports“ basieren auf anonymisierten Bewegungsdaten, die über die Mobiltelefone gesammelt werden. Gegenüber der Vorkrisenzeit am stärksten im Minus ist laut diesen Daten (Stand 8. November) aktuell die Besucherzahl in Restaurants, Einkaufszentren und Unterhaltungseinrichtungen mit bis zu minus 67 Prozent. Im März und April betrug der Rückgang - bedingt durch die Schließungen - bis zu 90 Prozent.

Rückgang deutlich geringer als im Frühjahr

Deutlich geringere Auswirkung hat der mit 3. November begonnene zweite „Lockdwon“ laut den Google-Daten auf Arbeitsstätten. Hier wurde nämlich zwar schon über den Nationalfeiertag sowie Allerheiligen ein Rückgang registriert. Der hat sich seither aber nicht verschärft: das Minus beträgt zwischen 28 und 32 Prozent.

Zum Vergleich: im März registrierte Google einen Rückgang von durchwegs über 50 Prozent an Arbeitsstätten. Entsprechend geringer ist auch der Zuwachs bei den Aufenthalten in Wohngegenden (plus sieben Prozent vs. ein Viertel im Frühjahr).

Standortverlauf von Smartphones

Im öffentlichen Verkehr ist die Kundenfrequenz zwar etwas stärker gesunken, aber auch hier wirkte der erste Lockdown stärker. Für Haltestellen und Bahnhöfe weist Google ein Minus von 45 Prozent aus. Im März sank die Besucherfrequenz dagegen um mehr als 60 bis über 70 Prozent.

Ausgewertet werden für die Berichte - nach Angaben von Google aus dem Frühjahr - ausschließlich Daten jener Nutzer, die den „Standortverlauf“ ihres Telefons nutzen, und zwar entweder auf Android-Devices oder in Google-Applikationen auf iOS-Geräten. Diese Funktion erlaubt den Anwenderinnen und Anwendern das Erstellen persönlicher Bewegungsprofile, ist aber standardmäßig deaktiviert.

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