Cebu Pacific A330 in der Luft
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Digital Life

Airline quetscht in diesen Jet mehr Passagiere als andere in einen A380

“So viele Passagiere wie möglich” ist wohl der Leitsatz, den die Airline Cebu Pacific bei dem Design der Kabine ihres Airbus A330-900neo im Kopf gehabt hat. Der philippinische Low-Cost-Carrier betreibt diesen Maschinentyp in einer einzigartigen Konfiguration.

Während die Standardbestuhlung dieses Typs bei vielen Airlines etwa 280 bis 300 Plätze umfasst, ist die Version der Filipinos für 459 Passagiere zertifiziert. Möglich wird das durch eine reine Economy-Bestuhlung in einer 3-3-3-Anordnung. In der Branche ist für die A330-Serie eigentlich ein 2-4-2-Layout üblich, wie SimpleFlying schreibt.

Slimline Sitze

Cebu Pacific nutzt dafür besonders schmale (und in der Regel nicht sehr bequeme) Slimline-Sitze. Durch den kompletten Verzicht auf eine Business-Klasse oder Premium-Segmente wird die verfügbare Kabinenfläche bis an das technologisch und regulatorisch Mögliche ausgenutzt. Auch letzteres ist ein wichtiger Aspekt. So sind Maschinen immer nur bis zu einer Maximalzahl an Passagieren zugelassen. Hier wird besonders darauf geachtet, wie schnell ein Flieger in einem Notfall evakuiert werden kann.

Das alles geht natürlich auf Kosten des Komforts. Neben ausreichend Platz muss man dabei auch auf Bord-Entertainment verzichten, keiner der Sitze verfügt über einen Bildschirm. Immerhin einen USB-Ladeport gibt es pro Sitz. Wie es ist, in der Maschine zu fliegen, haben bereits zahlreiche Aviation-YouTuber dokumentiert.

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A380

Würde man den Airbus A380 ebenfalls mit der Philosophie “so viele Passagiere wie möglich” betreiben, läge dessen Kapazität dank der 2 Stockwerke freilich weit über dem des A330. Über 800 Passagiere wären so möglich.

Das ist allerdings nicht die Praxis. Emirates, der weltweit größte Betreiber des Modells, nutzt zwar eine Hochkapazitäts-Variante mit rund 615 Plätzen, doch viele Standardkonfigurationen der Airline liegen lediglich zwischen 489 und 517 Sitzen. Andere namhafte Fluggesellschaften wie Singapore Airlines (ca. 471 Sitze), Lufthansa (ca. 509 Sitze) oder British Airways (ca. 469 Sitze) bewegen sich in einem Bereich, der nur geringfügig über der Kapazität des deutlich kleineren A330 von Cebu Pacific liegt. 

Manche A380 kommen sogar auf weniger Passagiere als der Cebu Pacific A330. Dazu zählt etwa die Variante der Korean Air, die 407 Passagiere in einem 3-Klassen-Layout fasst. Dieser Fun Fact wurde auch von einem Reddit-Nutzer bereits bemerkt. 

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Warum macht Cebu Pacific das?

Bei Cebu Pacifics Strategie wird schlichtweg alles der bestmöglichen Kosteneffizienz untergeordnet. Durch die Verteilung der Fixkosten auf fast 460 Sitzplätze sinken die Kosten pro Passagier massiv. Unterstützt wird dieses Modell durch die effizienten Rolls-Royce Trent 7000-Triebwerke der Neo-Variante, die im Vergleich zur Vorgängergeneration deutlich weniger Treibstoff verbrauchen. So gelingt es Cebu Pacific, Tarife anzubieten, die klassische Netzwerk-Airlines auf identischen Strecken kaum unterbieten können.

Insgesamt betreibt Cebu mit Stand Anfang 2026 14 Stück des A330. Daneben fliegt die Airline noch mit kleineren A320, 321 und ATR 42 / 72. Der zentrale Hub ist der Manila International Airport.

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Thomas Prenner

ThPrenner

KURIER-futurezone Chefredakteur. Beschäftigt sich viel mit Dingen, die man täglich nutzt und schreibt darüber. Sitzt außerdem gerne am Fahrrad.

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